ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2008Rauchfreie Krankenhäuser: Längst kein Normalfall

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Rauchfreie Krankenhäuser: Längst kein Normalfall

Dtsch Arztebl 2008; 105(11): A-545 / B-489 / C-477

Merten, Martina

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Foto: Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser
Foto: Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser
Das Deutsche Netz Rauchfreier Krankenhäuser (DNRfK) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wollen die in den meisten Bundesländern in Kraft getretenen Gesetze zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens mit Leben füllen. Auf der ersten nationalen Konferenz zur Förderung der Rauchfreiheit in Krankenhäusern Ende Februar in Berlin zeigten die beiden Institutionen Wege auf, den Rauchstopp in Kliniken umzusetzen.

„Nichtrauchen in Krankenhäusern soll zum Normalfall werden“, betonte Sabine Bätzing, Schirmherrin des DNRfK und Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Der Aufenthalt in einer Klinik biete eine „hervorragende Gelegenheit“, das Rauchen aufzugeben. Schließlich, ergänzte Prof. Dr. med. Bernhard Badura, Universität Bielefeld, würden jährlich 16 Millionen Menschen im Krankenhaus versorgt, damit sei dies ein „exzellenter Ort für Prävention“.

Zu den Angeboten der BZgA (Internet: www.bzga.de) zählt unter anderem das Handbuch „Rauchfrei im Krankenhaus“. Der Leitfaden richtet sich insbesondere an die Krankenhausleitung, Personalvertretungen und den ärztlichen- sowie den Pflege- und Funktionsdienst. In dem Manual wird erklärt, wie Betroffene schrittweise mit dem Rauchen aufhören können. Darüber hinaus bieten die BZgA und das DNRfK Online-Ausstiegsprogramme, Mitarbeiterschulungen und telefonische Beratungen an.

Die Mitglieder des DNRfK (www.rauchfreie-krankenhaeuser.de) verpflichten sich, für eine rauchfreie Arbeitsstätte zu sorgen und Raucher bei der Tabakentwöhnung zu unterstützen. Als Anreize können sie europäische Zertifkate in Bronze, Silber und Gold erhalten. MM
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