ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2008Systemische Datenrückkopplung verbessert Notfallabläufe

MEDIZINREPORT

Systemische Datenrückkopplung verbessert Notfallabläufe

Dtsch Arztebl 2008; 105(11): A-564 / B-501 / C-490

Heinzl, Susanne

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Bei Patienten mit ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) kann die kritische Zeit bis zur Klinikeinlieferung und Behandlung erheblich verkürzt werden, wenn alle Beteiligten der Notfallkette systematisch über die Abläufe und Zeiten informiert werden. Dies ergab eine prospektive Untersuchung eines Myokardinfarkt-Kliniknetzwerks in Niedersachsen. Der Verbund besteht aus einem 524-Betten-Zentrum, zwei Allgemeinkrankenhäusern und vier Notfallfahrzeugen inklusive 12-Kanal-EKG-Geräten und Telemetrie.

Diagnose, Transport und Therapie der 120 in die Studie eingeschlossenen Patienten wurden in einem speziellen Protokoll dokumentiert. Die Patienten der ersten drei Monate dienten als Referenzgruppe. Am Ende jeden Quartals wurden die Notfallteams bei einem interaktiven Treffen systematisch über die Abläufe informiert.

Diese beschleunigten sich über das Jahr 2006 erheblich. Die durchschnittliche Contact-to-Balloon-Zeit wurde um 59 Minuten (im Median um 39 Minuten), die mittlere Door-to-Balloon-Zeit um 27 Minuten (im Median um 28 Minuten) verkürzt. Contact-to-Balloon-Zeiten von unter 90 Minuten wurden bei 21 Prozent der Patienten des ersten Quartals und bei 61, 76 und 79 Prozent der Patienten des zweiten bis vierten Quartals 2006 erreicht.
Dr. Susanne Heinzl

Quelle: Scholz KH et al. Am J Cardiol 2008; 101: 46–52.

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