ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2008Gesundheitspolitik: Demnächst wird alles besser
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Es liegt mir fern, Chefredakteur Stüwe Naivität vorzuwerfen, auch will ich ihm keine Absicht unterstellen, wider besseres Wissen den niedergelassenen Ärzten dieses Landes eine rosige Zukunft vorauszusagen. Umso erstaunter bin ich angesichts seiner Aussagen, reihen diese sich doch nahtlos in die Versprechen der letzten Jahre ein! Dabei reicht zur Realitätserfassung ein Blick in das „Deutsche Ärzteblatt“. Ich habe die Schlagzeilen und Aussagen der letzten zehn Jahre zum Thema „Demnächst wird alles besser“ zusammengetragen und sehe nichts als Lügen, Schall und Rauch. Ein Beispiel gefälligst? Bitte schön: „Schorre sieht Chancen für eine bessere Zukunft“ (DÄ, Heft 23/1997). „Köhler sieht gute Chancen für mehr Honorar“ (DÄ, Heft 8/2007). „Die Ärzte sollen eine angemessene Vergütung erhalten“ (H. Kohl, Deutscher Ärztetag 1998). „Der einzelne Arzt wird mit festen Preisen vergütet“ (M. Richter-Reichhelm, 2003). Und diese Reihe, liebe Freunde, lässt sich mühelos fortsetzen . . . Das Maß ist voll, die Ärzteschaft wird langsam wach, und ihre Wut ist groß. Ich wünsche der verlogenen Politik ein fröhliches Jahr 2008.
Dr. med. Pawel Mora, Hauptstraße 178,
42579 Heiligenhaus

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