ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2008Krankenhäuser: Türklinken aus Messing
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Auch wenn einem als Facharzt für Biochemie und Pathologische und Klinische Chemie hin und wieder in Staatsexamensprüfungen gesagt wird: „Sie fragen zu theoretisch!“, möchte ich darauf hinweisen, was schon die Alten – Sauerbruch, von Bergmann, Übermuth, Braun, Bier und Kümmel – wussten: „Wenn Krankenhäuser gebaut werden, gehören da Türklinken aus Messing hinein!“ Nicht nur, weil sie schön aussehen, sondern wegen ihrer Bakterien- und Viren tötenden „oligodynamischen Wirkung“ (was gegenwärtig, bei zunehmender Antibiotikaresistenz, nicht nur bemerkenswert ist, sondern von jedem Arzt gewusst werden sollte)! In gut geführten Krankenhäusern und Altersheimen mit kupfernen Türklinken gibt es weder Noroviren noch „Hauskeime“. Jedenfalls möchte ich an diese „oligodynamische Wirkung“ von Bunt- und Edelmetallen erinnern, bevor man wieder einmal Geld für irgendeine Aktion ausgibt (selbst in der Kirche haben sich Abendmahlkelche aus Kupfer, Gold oder Silber bewährt!). Natürlich darf man sich auch die Hände waschen, aber das müsste eigentlich jeder wissen, oder nicht? . . .
Prof. Dr. med. Harald Remke, Helgoländer Weg 5, 04157 Leipzig
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote