ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1997Warum Ärzte nicht oder selten über Nebenwirkungen berichten

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Warum Ärzte nicht oder selten über Nebenwirkungen berichten

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LNSLNS 1. Geringes Verdachtsniveau, falsches Vertrauen (nur sichere Arzneimittel sind zugelassen), "Man sieht, was man erwartet!"
2. Ununterscheidbarkeit von Nebenwirkungen zu Spontanereignissen im Krankheitsverlauf
3. Unsicherheit und Unkenntnis über einen Kausalzusammenhang (zu wenig Daten, zu wenig Informationen)
4. Nicht-vertraut-Sein mit fremdverordneten Arzneimitteln (Klinik, Kollege, Selbstmedikation)
5. Furcht vor Eingeständnis eigener Fehler und Schadenersatzforderungen (wegen falscher Diagnose/Wirkstoff/Dosierung)
6. Mangelnder Mut, reine Vermutungen zu berichten, mit denen man sich lächerlich machen könnte
7. Vermeidung von Rückfragen seitens der Behörden, Kommissionen, Hersteller
8. Unkenntnis des Berichtens - wie melden? was melden? wem melden? wohin melden?
9. Fehlendes Interesse, "keine Zeit" zum Ausfüllen der Berichtsbögen, Nichtauffinden der UAWBerichtsbögen, zu großer Aufwand, Informationen zusammenzutragen
10.Ungenügende Rückmeldung seitens der Behörde, Arznei­mittel­kommissionen, Hersteller (Arzt sieht seine Leistung nicht gewürdigt)
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