ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2008Contergan-Geschädigte: Verdoppelung der Renten geplant

AKTUELL

Contergan-Geschädigte: Verdoppelung der Renten geplant

Dtsch Arztebl 2008; 105(12): A-602 / B-534 / C-522

Gerst, Thomas

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: dpa
Foto: dpa
Die Regierungsfraktionen von Union und SPD wollen einen Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen, der eine Verdoppelung der bisherigen Entschädigungsrenten für Contergan-Geschädigte bedeuten würde. Das Schlafmittel Contergan war zum 1. Oktober 1957 von der Firma Chemie Grünenthal GmbH auf den Markt gebracht worden. Es bewirkte schwere Fehlbildungen beim ungeborenen Kind.

Die Finanzmittel der 1971 per Gesetz errichteten öffentlich-rechtliche Stiftung „Hilfswerk für behinderte Kinder“ sind bereits seit dem Jahr 1997 aufgebraucht. Seitdem erfolgt die Rentenzahlung an die noch rund 2 700 Betroffenen vollständig aus dem Bundeshaushalt. Der monatliche Höchstbetrag, der an 62 Prozent der Contergan-Opfer gezahlt wird, liegt bei 545 Euro.

Angesichts der Spätfolgen der Schädigung – mit zunehmenden Alter sind die betroffenen Personen immer mehr auf fremde Hilfe angewiesen, sie leiden unter schmerzhaften Folgen jahrzehntelanger Fehlbelastung des Körpers – halten die Regierungsfraktionen eine Verdoppelung der Rentenzahlung für gut begründet. Daraus ergibt sich für den Bundeshaushalt eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von rund 15 Millionen Euro. TG
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema