ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2008Pädiatrie: Gewisse Inhomogenität

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Pädiatrie: Gewisse Inhomogenität

Dtsch Arztebl 2008; 105(12): A-635 / B-560 / C-548

Doerck, Manfred

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Wieland Kiess, Andreas Merkenschlager, Roland Pfäffle, Werner Siekmeyer (Hrsg.): Therapie in der Kinder- und Jugendmedizin. Urban & Fischer, München, Jena, 2007, 1318 Seiten, gebunden, 129 Euro
Wieland Kiess, Andreas Merkenschlager, Roland Pfäffle, Werner Siekmeyer (Hrsg.): Therapie in der Kinder- und Jugendmedizin. Urban & Fischer, München, Jena, 2007, 1318 Seiten, gebunden, 129 Euro
Trotz aller Off-label-Probleme und Evidenz-Diskussionen verzeichnen die letzten Jahrzehnte in der Pädiatrie enorme therapeutische Fortschritte. Die neueste Übersicht zu diesem Thema wird von einer 120 Köpfe zählenden Autorenschar bestritten, deren Expertenwissen dann auf 1 200 Seiten komprimiert: ein stolzer Band bezüglich Inhalt und Aufmachung. Eine gewisse Inhomogenität ist dabei allerdings programmiert, neben glänzenden Kapiteln, wie zum Beispiel Schmerztherapie oder Sedierung, findet man auch weniger konkrete, die mehr den roten Faden beschreiben; diverse Eigenheiten lassen sich überall entdecken.

Das aktuelle Konzept mit Unterteilung in organbezogene Erkrankungen und solche in speziellen Lebensabschnitten ist nicht unproblematisch, weil sich dadurch Wiederholungen ergeben, zum Beispiel beim Krupp-Syndrom oder bei der Enuresis, die übrigens eher dem Schulkindalter als dem Kleinkindalter zuzuordnen ist. Die RSV-Bronchiolitis wird sogar dreimal bearbeitet. Eventuelle inkongruente Aussagen können weniger abgeklärte Leser verwirren, eigentlich wäre ein kleines Kapitel über Prädilektionsalter und Chronobiologie ausreichend. Durchaus sinnvoll erscheint dagegen der primär ungewohnte, jeweils vorangestellte und zusammenfassende Kasten „Anliegen des Kapitels“. Auch die Hinweise auf passende Internetadressen in vielen Literaturverzeichnissen sind zeitgemäß. Auf echte Abbildungen wird außer Tabellen und Schemazeichnungen prinzipiell verzichtet, sogar das dermatologische Kapitel beweist große Selbstdisziplin. Leider scheren einige Autoren von dieser Regel aus und erlangen damit Attraktivitätsvorteile, hier sollten die Herausgeber auf einer gerechten Beschränkung bestehen. Summarisch gelang ein erfreuliches Buch, gut für alle haus- und landärztlichen Praxen. Manfred Doerck

Wieland Kiess, Andreas Merkenschlager, Roland Pfäffle, Werner Siekmeyer (Hrsg.): Therapie in der Kinder- und Jugendmedizin. Urban & Fischer, München, Jena, 2007, 1318 Seiten, gebunden, 129 Euro
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