ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2008Kulturkalender: Visionen der Zukunft

KULTUR

Kulturkalender: Visionen der Zukunft

Dtsch Arztebl 2008; 105(12): A-640

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Alle vier Wochen stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

BERLIN
bis 25. Mai:
Foto: Stiftung Preußischer Kulturbesitz/Imaging Atelier
Foto: Stiftung Preußischer Kulturbesitz/Imaging Atelier
Museen im 21. Jahrhundert
Welcher Ort wäre besser geeignet als das Pergamonmuseum, die 28 bedeutendsten Museumsbauten der Gegenwart zu feiern: Die Faszination großer Architekten wie Zaha Hadid, Renzo Piano oder Jean Nouvel und die Magie der gigantischen Museumsvisionen in Berlin, Bilbao, Tokio und vielen anderen Metropolen verbinden sich hier zu einem besonderen Seherlebnis. Die Ausstellung umfasst neben Architekturmodellen auch Fotodokumentationen, Filme und Computeranimationen.
Pergamonmuseum, Am Kupfergraben 5, tgl. 10–18, Do. 10– 22 Uhr

BONN
11. April bis 17. August:
Visite
Existenz, Raum und Geschichte – die Ausstellung, die letztes Jahr zunächst in Brüssel anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gezeigt wurde, versammelt rund 60 hochkarätige Positionen zeitgenössischer Kunst der letzten 40 Jahre aus der Sammlung der Bundesrepublik Deutschland. Sie führt in drei Kapiteln vor, auf welch unterschiedliche Weise sich Künstler der Gegenwart mit den elementaren Themen der Menschheit auseinandersetzen. Gemälde von Gerhard Richter und Neo Rauch sind ebenso zu sehen wie Zeichnungen von Joseph Beuys und Johannes Kahrs. Rebecca Horn, Isa Genzken und Hans-Peter Feldmann sind mit Skulpturen vertreten, Tacita Dean, Thomas Demand und Wolfgang Tillmans mit Fotografien.
Kunst- und Ausstellungshalle, Museumsmeile, Friedrich-Ebert-Allee 4,
Di.–Mi. 10–21, Do.–So. 10–19 Uhr

HAMBURG
bis 18. Mai:
Félix Vallotton: Idylle am Abgrund
Vallottons Bilder verstören, entblößen, fesseln den Blick – heute wie schon 1909, als zu seiner ersten Einzelausstellung im Kunsthaus Zürich Jugendlichen der Zutritt verwehrt wurde, weil man die Akte als anstößig empfand. „Bei Vallotton gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man hasst oder vergöttert ihn“, fand denn auch schon der englische „Guardian“. Stets ist seine Kunst von beißendem Sarkasmus und schwarzem Humor durchdrungen – von seinen Aktdarstellungen mit ihrer unterkühlten Erotik und sachlich-realistischen Malweise bis hin selbst zu den Stillleben, mit denen der Avantgardist den Betrachter zu irritieren versteht, weil etwa ein blutbeflecktes Messer – oder ist es eine Chilischote? – die Idylle stört.
Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall, Di.–So. 10–18, Do. 10–21 Uhr

KASSEL
bis 29. Juni:
König Lustik!?
Im Mittelpunkt der Hessischen Landesausstellung 2008 steht mit Leben und Wirken des Königs von Westphalen, Jérôme Bonaparte, ein schillerndes Kapitel in der deutschen Geschichte. Als „König Lustik“ ist er verspottet worden, der jüngste Bruder Napoleons. Von seiner Residenz Kassel aus regierte er zwischen 1807 und 1813 das neu geschaffene Königreich Westphalen. Wegweisende politische Reformen gingen einher mit einer aufwendigen Inszenierung der neuen Monarchie und verschwenderischer höfischen Pracht. In Malerei, Mode, Kunsthandwerk und Architektur setzte sich der Empirestil durch.
Fridericianum, Friedrichsplatz 18, Di.–So. 10–18, Mi. 8–18, Do. 10–20 Uhr

LEIPZIG
bis 22. Juni:
Gunter Sachs – Die Kunst ist weiblich
Gunter Sachs prägte und beeinflusste mit seinen vielfältigen Begabungen unsere Kunst und Kultur seit Ende der Fünfzigerjahre. Sein untrügliches Gespür für den Zeitgeist führte zu einem Lebenswerk, das einlädt, an seinen kreativen Fantasien teilzuhaben. Die Ausstellung zeigt den Sammler, Dokumentarfilmer und Fotografen, aber auch den Modemacher, Bestsellerautor oder Sportsmann als Dokumentation eines außergewöhnlichen Lebensstils.
Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, Di. und Do.–So. 10–18, Mi. 12–20 Uhr

Der besondere Tipp
Wie das Leben gelingt
Spiderman: Alain Robert climbing New Adia Tower in Abu Dhabi, 2007. Foto: Emmanuel Aguirre 2007
Spiderman: Alain Robert climbing New Adia Tower in Abu Dhabi, 2007. Foto: Emmanuel Aguirre 2007
„Welches Glück?“, fragt die Ausstellung (bis 2. November) – und geht anhand von rund 400 Exponaten der Kunst- und Kulturgeschichte, wissenschaftlichen Objekten und zeitgenössischer Kunst auf die Suche nach den Aspekten eines gelingenden Lebens. Orientierung bieten dabei die szenografischen Bilder, die der afrikanische Künstler Meschac Gaba für die sieben Räume und Facetten des Glücks entworfen hat, in die sich die Schau gliedert: Liebe, Restaurant, Sport, Neuronen, Musik, Körper und Fortuna.
„Glück – Welches Glück“: Deutsches Hygiene-
Museum, Lingnerplatz 1, Dresden, Di. –So. 10–18 Uhr
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema