ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2008Kassenärzte: Tranzparenz der GKV-Gelder
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Die Hausärzte verlassen das System, weil sie mit voraussichtlich 30 bis 40 Euro brutto pauschal im Quartal je Patient und 20 Euro brutto für einen Hausbesuch nicht überleben können.

Viele sind jetzt schon pleite und erfahren es dann mit dem Honorarbescheid Ende Juni. Sie sind nicht länger in der Lage, sich für die finanziellen Folgen der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts ausbeuten zu lassen . . . Mit dem Wettbewerbsstärkungsgesetz hat sich die Politik bzw. die wählende Gesellschaft endgültig vom Solidarprinzip verabschiedet – Konkurrenz ist in gewisser Weise das Gegenteil von Solidarität! Den Wählern gaukelt die Politik weiterhin das Einklassenmaximalversorgungssystem vor, und verdeckt wird still rationiert bei den Leistungserbringern und Leistungsbedürftigen . . . Wenn wir dieses Sachleistungssystem aufrechterhalten wollen, wird die Gesellschaft sich die unangenehme Frage stellen müssen, wo das Geld momentan bleibt, wie wir es wieder gerechter verteilen können und wie wir letztlich das Gesundheitssystem querfinanzieren können. Dazu würde es natürlich auch einer vollständigen und zeitnahen Transparenz der GKV-Gelder bedürfen. Oder wir Ärzte erhalten die ganz selbstverständliche Erlaubnis, unsere Leistung transparent und direkt dem Patienten in Euro anbieten zu können, wie es jeder andere Beruf auch darf (Kostenerstattung). Bedürftige werden dann durch die Gesellschaft über das Sozialamt finanziert und nicht auf Kosten einer Berufsgruppe . . .

Dr. med. Oliver Heinemann, Steinkirchner Straße 28, 81475 München
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