PREISE

Verleihungen

Dtsch Arztebl 2008; 105(13): A-688 / B-604 / C-592

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LNSLNS Bernd-Tersteegen-Preis – verliehen vom Verband Deutsche Nierenzentren der DDnÄ e.V. im Rahmen des Nephrologischen Jahresgesprächs, Dotation: 8 000 Euro, gestiftet von der Firma Roche-Pharma AG. Mit dem Preis wurde Priv.-Doz. Dr. Jan T. Kielstein, Medizinische Hochschule Hannover, ausgezeichnet. Er untersuchte in seiner Arbeit, ob das bei niereninsuffizienten Patienten erhöhte asymmetrische Dimethylarginin (ADMA) akut die zerebrale Durchblutung oder die Gefäßelastizität beeinträchtigt.

Bernhard Nieswandt Foto: privat
Bernhard Nieswandt Foto: privat
Alexander-Schmitt-Preis – verliehen von der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung, Dotation: 10 000 Euro, an Prof. Dr. Bernhard Nieswandt, Arbeitsgruppenleiter am Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum, Universität Würzburg. Er wurde für seine Arbeit auf dem Gebiet der Blutgerinnung ausgezeichnet. Im Fokus seiner Forschung stehen die Oberflächenrezeptoren der Blutplättchen und deren Signalwege im Zellinneren.

Eva-und-Klaus-Grohe-Preis – verliehen von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Dotation: 20 000 Euro, an Prof. Dr. Sebastian Suerbaum, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Medizinischen Hochschule Hannover. Er wurde unter anderem für seine Arbeiten zur Evolution und Pathoevolution des Bakteriums Helicobacter pylorie und verwandter Spezies ausgezeichnet.

Boehringer-Ingelheim-Preis – verliehen von der Boehringer-Ingelheim-Stiftung für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen und klinischen Medizin, Dotation: 20 000 Euro, an Dr. Christoph Becker und Dr. Stefan Tenzer, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Becker wurde für seine Arbeiten über Zytokine ausgezeichnet, Tenzer wurde für seine Arbeit über das Clostridium-difficile-Toxin geehrt.
Ernst-Jung-Preis für Medizin – verliehen von der Ernst-Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Hamburg, für herausragende und bahnbrechende medizinische Forschungsarbeiten. Mit 300 000 Euro ist der Jung-Preis einer der höchstdotierten europäischen Forschungspreise. In diesem Jahr wurde er verliehen an Prof. Dr. med. Thomas Benzing, Klinik IV für Innere Medizin der Universität zu Köln, Prof. Dr. med. Gerd Walz, Medizinische Klinik des Universitätsklinikums Freiburg, und Prof. Dr. rer. nat. Thomas Tuschl, Howard Hughes Medical Institute, The Rockefeller University, New York. Die Nephrologen Benzing und Walz haben entscheidend zur Erforschung der Proteinurie beziehungsweise der Zystennierenerkrankungen beigetragen. Während Benzing molekulare Mechanismen charakterisierte, trug Walz wesentlich zum Verständnis der Entstehung von angeborenen Nierenerkrankungen bei. Tuschl wird für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der RNA-Interferenz ausgezeichnet. Ihm ist es gelungen, diese Technik zu entwickeln, die es ermöglicht, gezielt Gene auszuschalten – auch in menschlichen Zellen.
Mit der Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold ehrt die Stiftung Prof. Dr. med. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie, Philipps-Universität Marburg, für sein Lebenswerk. Dotation: 30 000 Euro. Klenk erwarb sich höchste Verdienste in der Erforschung der Influenza-, Ebola- und Marburg-Viren.
Sobek-Preis – verliehen von der Roman-Marga-und-Mareille-Sobek-Stiftung für herausragende Leistungen in der Multiple-Sklerose-Forschung, Dotation: 100 000 Euro, an Prof. Michael Sendtner, Universität Würzburg. Er konnte mit seiner Arbeitsgruppe erstmals zeigen, dass neurotrophe Faktoren aus der sogenannten CNTF-Familie auch das Überleben von Oligodendrozyten unterstützen. Ausgehend von diesen Befunden können neue Therapiekonzepte entwickelt werden. EB
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