ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2008Adjuvante Chemotherapie beim komplett resezierten nicht kleinzelligen Lungenkarzinom
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Einleitung: Auch nach kompletter Resektion eines nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) im pathologischen Stadium I und II kommt es bei fast 50 % der Patienten im weiteren Verlauf zu einem Rezidiv, welches sich überwiegend durch Fernmetastasen manifestiert. Deshalb wurde die Rolle einer adjuvanten postoperativen Chemotherapie in den letzten beiden Jahrzehnten intensiv untersucht.
Methoden: Übersichtsarbeit auf der Basis einer selektiven Literaturrecherche randomisierter Phase-III-Studien.
Ergebnisse und Diskussion: Nach der aktuellen Studienlage ist eine adjuvante Chemotherapie im Stadium IA nicht indiziert. Für das Stadium IB ist die Datenlage nicht eindeutig, sodass eine generelle Empfehlung zurzeit nicht gegeben werden kann. Die Therapieentscheidung soll vielmehr im Einzelfall unter Berücksichtigung von zum Beispiel Patientenalter, Tumorgröße, Gefäßinvasion des Tumors und Patientenwunsch erfolgen. Die adjuvante Chemotherapie ist derzeit die Therapie der Wahl nach einer vollständigen Resektion eines NSCLC Stadium II–IIIA. Patienten mit einem pathologischen Stadium II oder IIIA jedoch, die jünger als 75 Jahre sind, sich postoperativ in einem guten Allgemeinzustand befinden und bei denen keine Komorbiditäten gegen eine Cisplatin-haltige Chemotherapie sprechen, sollte eine adjuvante Chemotherapie mit Cisplatin und Vinorelbin empfohlen werden.
Dtsch Arztebl 2008; 105(14): 249–54
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0249
Schlüsselwörter: adjuvante Chemotherapie, Cisplatin, nicht kleinzelliges Lungenkarzinom, Phase-III-Studien, Vinorelbin
LNSLNS Aktuelle Therapieempfehlungen
Ziel einer adjuvanten Therapie nach kompletter Resektion eines soliden Tumors ist es, das lokale Rezidivrisiko zu reduzieren und das Gesamtüberleben zu verlängern. Durch Eliminierung von zum Operationszeitpunkt vorhandenen systemischen Mikrometastasen und disseminierten Tumorzellen sowie durch eine Verbesserung der lokalen Kontrolle kann dies erreicht werden.

Etabliert sind adjuvante Therapiestrategien unter anderem beim Mammakarzinom, Kolonkarzinom, Rektumkarzinom, Ovarialkarzinom und kleinzelligen Lungenkarzinom. Sie führen zu einer Verbesserung der 5-Jahres-Überlebensraten von absolut etwa 3–10 % (1, 2, 3, 4, 5, 6).

Das Lungenkarzinom stellt aufgrund seiner ansteigenden Inzidenz eine besondere onkologische Herausforderung dar. Histopathologisch unterscheidet man den nicht kleinzelligen (etwa 85 % der Fälle) vom kleinzelligen Typ (etwa 15 %). Die Prognose der Patienten mit einem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom („non-small cell lung cancer“, NSCLC) ist mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von etwa 10–15 % schlecht. Selbst beim Vorliegen eines lokal begrenzten Tumorstadiums I (T1/2, N0, M0) und II (T1/2, N1, M0 und T3, N0, M0) ohne mediastinale Lymphknotenmetastasen tritt nach kompletter Resektion (R0-Resektion) im Durchschnitt bei fast der Hälfte der Patienten ein Rezidiv auf (Stadium IA 33 %, IB 43 %, IIA 45 %, IIB 61 %), welches sich in mehr als 85 % der Fälle in Form von Fernmetastasen manifestiert (7). Aufgrund dieser Tatsache wurde die Rolle einer postoperativen adjuvanten Chemotherapie beim NSCLC in den letzten beiden Jahrzehnten intensiv untersucht.

Ziel dieser Arbeit ist es, sowohl eine Übersicht über die aktuelle Studienlage zur adjuvanten Chemotherapie beim NSCLC als auch konkrete Therapieempfehlungen zu geben. Hierzu haben die Autoren die randomisierten Phase-III-Studien zur adjuvanten Chemotherapie, welche in den letzten 15 Jahren durchgeführt und publiziert wurden, ausgewertet.

Studienübersicht
Eine erste Tendenz für einen Vorteil einer adjuvanten Chemotherapie erbrachte eine 1995 publizierte Metaanalyse, in der acht Studien bezüglich des Effekts einer adjuvanten Cisplatin-haltigen Chemotherapie untersucht wurden (8). Die Cisplatin-haltige Therapie führte zu einer absoluten Verbesserung der 5-Jahres-Überlebensrate um 5 % im Vergleich zur alleinigen Beobachtung. Dieser Unterschied erreichte jedoch keine statistische Signifikanz (p = 0,08) (8).

Studien, wie die ALPI-Studie (9) oder die Big-Lung- Cancer-Studie (10), in denen Cisplatin überwiegend mit Zytostatika der ersten Generation (Mitomycin C, Ifosfamid, Vindesin, Vinblastin) kombiniert wurde, konnten keinen signifikanten Überlebensvorteil nachweisen (Tabelle).

Im Januar 2004 ist dann jedoch mit der IALT-Studie die erste Studie publiziert worden, die einen signifikanten Überlebensvorteil für die adjuvant chemotherapierten Patienten nachweisen konnte. In dieser bisher größten Studie mit 1 867 Patienten (medianes Alter 59 Jahre) wurden eine Cisplatin-haltige Zweier-Kombinationschemotherapie (Start innerhalb von 60 Tagen postoperativ) mit alleiniger Beobachtung verglichen. Eingeschlossen waren Patienten mit einem pathologischen Tumorstadium I–III (11). Kombinationspartner des Cisplatins waren Etoposid, Vinorelbin, Vinblastin oder Vindesin. Die applizierte Cisplatin-Dosis betrug 80 bis 120 mg/m2 pro Zyklus bei geplanten drei oder vier Zyklen. Die adjuvant therapierten Patienten hatten eine signifikant höhere 5-Jahres-Überlebensrate (44,5 %) als diejenigen, die im Beobachtungsarm waren (40,4 %; p < 0,03 mediane Nachbeobachtungszeit 56 Monate). Eine kumulative Cisplatindosis von mindestens 240 mg/m2 erhielten 74 % der chemotherapierten Patienten. Eine vor Studienbeginn geplante Subgruppenanalyse zeigte, dass sowohl Patienten in einem schlechten postoperativen Allgemeinzustand als auch Patienten mit einem sehr frühen Tumorstadium (Stadium IA) nicht von der adjuvanten Therapie profitierten. Die Chemotherapie führte bei 22,6 % der Patienten zu mindestens einer Episode einer Grad-IV-Toxizität (Neutropenie 17,5, Thrombozytopenie 2,6, Erbrechen 3,3 %) (11).

Die Intergroup-Studie JBR.10 des National Cancer Institute of Canada (NCIC), die 482 Patienten (medianes Alter 61 Jahre) mit einem komplett resezierten NSCLC im Stadium IB oder IIA/B (ausgenommen T3N0M0) einschloss, verglich eine adjuvante Chemotherapie mit Cisplatin und Vinorelbin mit alleiniger Beobachtung (12). Die Patienten, die in den Chemotherapie-Arm randomisiert wurden, erhielten Cisplatin 50 mg/m2 an den Tagen 1 und 8 sowie Vinorelbin 25 mg/m2 an den Tagen 1, 8, 15 und 22 (Wiederholung am Tag 29). Mit der adjuvanten Chemotherapie wurde innerhalb von 6 Wochen postoperativ begonnen (12). Nach 62-monatiger Nachbeobachtungszeit hatten die chemotherapierten Patienten ein signifikant längeres Gesamtüberleben als diejenigen Patienten, die sich im Beobachtungsarm befanden (medianes Überleben 94 versus 63 Monate, p = 0,009; 5-Jahres-Überlebensrate 69 versus 54 %, p = 0,03). Nur bei der Hälfte der chemotherapierten Patienten konnten die geplanten vier Zyklen ohne Dosisreduktion verabreicht werden. Häufigste Chemotherapie-bedingte Toxizität war die Neutropenie mit einer Grad III/IV-Toxizität bei 73 % der Patienten. Als weitere Grad III/IV-Toxizitäten traten auf: Bei 7 % der Patienten Anämie, bei 1 % Thrombozytopenie, bei 15 % Fatigue, bei 10 % Anorexie, bei 10 % Übelkeit, bei 7 % Erbrechen und bei 3 % Neuropathie. Die Patienten, bei denen eine Pneumonektomie durchgeführt werden musste, hatten deutlich häufigere und schwerere Chemotherapiebedingte Nebenwirkungen als diejenigen, bei denen nur eine Lobektomie durchgeführt worden war (66 versus 34 % Toxizitäten Grad 3/4) (12).

Eine auf dem ASCO-Kongress 2006 (American Society of Clinical Oncology) vorgestellte altersabhängige Analyse der Intergroup-Studie JBR.10 des NCIC zeigte, dass auch Patienten, die älter als 65 Jahre waren, signifikant von einer adjuvanten Chemotherapie profitierten (p = 0,04) (13). Jedoch hatten die Patienten, die 75 Jahre und älter waren, ein statistisch signifikant kürzeres Überleben als diejenigen, die 66 bis 74 Jahre alt waren (13).

Das Regime Cisplatin und Vinorelbin testete man auch in der ANITA-Studie (14). 840 Patienten (medianes Alter 59 Jahre) mit komplett reseziertem NSCLC im Stadium IB, IIA/B oder IIIA waren in die Studie eingeschlossen. Randomisiert wurde in Beobachtung versus adjuvante Chemotherapie (Cisplatin 100 mg/m2 an den Tagen 1, 29, 57 und 85 und Vinorelbin 30 mg/m2/Woche mit 16 Gaben in 20 Wochen). Mit der Chemotherapie wurde innerhalb von 42 postoperativen Tagen begonnen. Die Chemotherapie mit Cisplatin und Vinorelbin führte bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von mehr als 70 Monaten zu einer signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens im Vergleich zur alleinigen Beobachtung (medianes Überleben 65,7 versus 43,7 Monate, p = 0,017; 5-Jahres-Überlebensrate 51,2 versus 42,6 %). Bei 85 % der chemotherapierten Patienten traten Neutropenien vom Toxizitätsgrad 3/4 auf, wobei 9 % febriler Art waren. Weitere Grad III/IV-Toxizitäten waren bei 14 % der Patienten Anämie, bei 3 % Thrombozytopenie, bei 28 % Asthenie, bei 15 % Anorexie, bei 27 % Übelkeit oder Erbrechen und bei 3 % Neuropathie. Die mediane Dosisintensität betrug für Cisplatin 89 und für Vinorelbin nur 59 % der geplanten Dosis (14).

Eine im Jahr 2006 veröffentlichte, gepoolte Analyse der Daten der fünf Studien (Big Lung Trial, ALPI, IALT, NCIC JBR. 10, ANITA) mit insgesamt 4 584 Patienten, in der eine Cisplatin-haltige adjuvante Chemotherapie mit alleiniger Beobachtung verglichen wurde, zeigte bei einer medianen Verlaufsbeobachtungszeit von 5,1 Jahren eine statistisch signifikante Senkung des Sterberisikos (HR = 0,89; p < 0,005 [HR = Hazard Ratio]) für die mit Cisplatin therapierten Patienten, was einer absoluten Verbesserung des 5-Jahres-Überlebens von 4,2 % entspricht (15). Eine Subgruppenanalyse ergab für Patienten in einem pathologischen Tumorstadium IA keinen (HR = 1,41) und im Stadium IB nur einen geringen, nicht signifikanten (HR = 0,93) Vorteil einer Cisplatin-haltigen adjuvanten Chemotherapie. Im Stadium II und III war der Nutzen am deutlichsten ausgeprägt (jeweils HR = 0,83) (15).

Eine Strahlentherapie nach Abschluss der Chemotherapie kam sowohl in der IALT- als auch in der ANITA-Studie bei etwa 20 % der Patienten zum Einsatz. In der ANITA-Studie zeichnete sich in der Chemotherapiegruppe und in der Beobachtungsgruppe ein Überlebensvorteil durch die Strahlentherapie ab, der am deutlichsten bei Patienten mit einem positiven N2-Lymphknotenstatus war.

In der Studie 9633 der Cancer and Leukemia Group B (CALB 9633) wurde im Gegensatz zu den bisher aufgeführten Studien nicht Cisplatin, sondern Carboplatin verwendet (16). Der Kombinationspartner von Carboplatin war das Taxan Paclitaxel. In diese Studie wurden 344 Patienten (medianes Alter 61 Jahre) ausschließlich mit einem Stadium IB eingeschlossen. In einem Zeitraum von vier bis acht Wochen nach kompletter Tumoresektion erfolgte die Randomisierung in den Beobachtungs- oder den Chemotherapie-Arm (4 Zyklen Paclitaxel 200 mg/m2 am Tag 1 und Carboplatin AUC 6 am Tag 1 mit Wiederholung am Tag 22). Nach einer Beobachtungszeit von 54 Monaten zeigte sich kein signifikanter Vorteil bezüglich des Gesamtüberlebens durch die adjuvante Chemotherapie (HR = 0,80; p = 0,10). Während bei der 3-Jahres-Überlebensrate gerade noch ein signifikanter Vorteil für die chemotherapierten Patienten gefunden worden war (p = 0,045), bestand dieser bei der 5-Jahres-Überlebensrate nicht mehr (60 versus 57 %; p = 0,32). Einen signifikanten Vorteil erbrachte die adjuvante Chemotherapie mit Paclitaxel und Carboplatin jedoch im medianen krankheitsfreien Überleben (HR = 0,74; p = 0,027) (16). Eine Subgruppenanalyse lässt vermuten, dass Patienten mit einer Tumorgröße von mehr als 4 cm und/oder lymphangischer Invasion (L1) von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren.

Im Vergleich zu Cisplatin-haltigen Regimen war die Kombination Carboplatin und Paclitaxel besser verträglich. Bei 85 % der Patienten konnten vier Zyklen der Chemotherapie appliziert werden (55 ohne und 30 % mit Dosisreduktion). Eine Neutropenie vom Toxizitätsgrad III/IV war bei 36 % der Patienten nachweisbar (16).

In Japan wurden mehrere randomisierte Studien mit dem oralen 5-Fluorouracil-Derivat UFT (Tegafur plus Uracil) durchgeführt (17, 18, 19, 20, 21, 22). UFT ist durch ein günstiges Nebenwirkungsprofil charakterisiert und wurde den Patienten nach kompletter Tumorresektion täglich per os für ein oder zwei Jahre adjuvant verabreicht. Da nur einige der Studien einen Vorteil für eine adjuvante UFT-Therapie erbrachten, erfolgte 2005 eine Metaanalyse, in die sechs adjuvante UFT-Studien aus Japan eingingen (23). Von den in diese Analyse eingeschlossenen Patienten hatten etwa 80 % ein Adenokarzinom, und fast alle Patienten hatten ein histopathologisches Stadium I (zwei Drittel Stadium IA, ein Drittel Stadium IB). Die Metaanalyse ergab, dass eine adjuvante UFT-Therapie über ein bis zwei Jahre bei japanischen Patienten mit einem Adenokarzinom im Stadium I zu einer signifikant höheren 5- und 7-Jahres-Überlebensrate führte als alleinige Beobachtung (23).

Aktuelle Therapieempfehlungen
Unter Berücksichtigung der aktuellen Studienlage sollte Patienten mit einem pathologischen Stadium IIA oder IIB nach kompletter Tumorresektion (R0-Resektion) eine adjuvante Chemotherapie empfohlen werden (Empfehlungsgrad A, Evidenzlevel I) (Kasten 1). Dasselbe gilt für Patienten mit einem inzidentellen Stadium IIIA (das heißt der positive N2-Lymphknotenstatus war präoperativ nicht bekannt und stellte sich erst postoperativ bei der histopathologischen Aufarbeitung heraus) oder Patienten mit einem Stadium IIIA, die bei positivem Unilevel-N2-Lymphknotenstatus (das heißt präoperativ war ein positiver Lymphknotenbefall an einer ipsilateralen mediastinalen Lokalisation bekannt) primär operiert worden sind. Bei allen anderen Patienten mit einem Stadium IIIA ist eine neoadjuvante präoperative Induktionschemotherapie allein oder in Kombination mit einer Strahlentherapie gegenüber einer adjuvanten postoperativen Chemotherapie zu favorisieren. Nach der jetzigen Datenlage besteht für Patienten mit einem pathologischen Stadium IA keine Indikation für eine adjuvante Chemotherapie. Für das pathologische Stadium IB ist die Datenlage nicht eindeutig, sodass zur Zeit keine eindeutige Empfehlung bezüglich einer adjuvanten Chemotherapie gegeben werden kann und für diese Patienten bis zum Vorliegen weiterer Studienergebnisse eine Entscheidung im Einzelfall getroffen werden muss. Kriterien für eine Entscheidung für diese Behandlung im Stadium IB können eine Tumorgröße von > 4 cm, eine lymphangische (L1) oder venöse Invasion (V1), junge beziehungsweise biologisch jüngere Patienten und/oder ein starker Therapiewunsch des Patienten sein.

Generell ist eine adjuvante Chemotherapie nur solchen Patienten vorzuschlagen, die sich postoperativ in einem guten Allgemeinzustand befinden, die jünger als 75 Jahre alt sind und bei denen keine Komorbiditäten (wie zum Beispiel eingeschränkte Nierenfunktion, Schwerhörigkeit, Herzinsuffizienz NYHA-Stadien III und IV) vorliegen, die eine Cisplatin-haltige Chemotherapie ausschließen. Der Beginn einer adjuvanten Chemotherapie sollte in der Regel zwischen vier und sechs Wochen, spätestens jedoch acht Wochen nach der Operation erfolgen. Ist im Stadium IIIA auch eine adjuvante Strahlentherapie vorgesehen, so erfolgt diese im Anschluss an die adjuvante Chemotherapie (Kasten 1).

Der Benefit einer adjuvanten Chemotherapie ist zur Zeit nur für eine Cisplatin-haltige Chemotherapie belegt (Tabelle). Deshalb sollte Carboplatin außerhalb von Studien nicht eingesetzt werden. Die meisten Daten mit einem Vorteil für die adjuvante Chemotherapie liegen zur Kombination Cisplatin und Vinorelbin vor, sodass diese Zweier-Kombination zurzeit als die Standardtherapie angesehen werden muss. Eine Kombination von Cisplatin mit anderen Zytostatika der dritten Generation, wie Gemcitabin, Docetaxel oder Paclitaxel, der Einsatz Cisplatin-freier Kombinationen sowie der „molecular-targeted-therapy“ (gezielte molekulare Tumortherapie) sollte nur im Rahmen von Studien erfolgen. Dasselbe gilt für den Einsatz von UFT, dessen Nutzen bisher nur an japanischen Studienpopulationen nachgewiesen wurde. Aufgrund möglicher pharmakogenomischer und molekularer Unterschiede lassen sich die japanischen Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf europäische und nordamerikanische Patienten übertragen.

Anzustreben ist die Verabreichung von vier Zyklen einer Therapie, bestehend aus Cisplatin und Vinorelbin. Verträgt ein Patient die Chemotherapie nicht, sollte individuell unter Berücksichtigung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses über eine geringere Zyklenzahl entschieden werden. Eine kumulative Cisplatindosis von 240 mg/m2 ist anzustreben.

Um eine hohe Dosisintensität der Zytostatika zu erreichen und Dosisreduktionen, die in den Studien häufig notwendig waren, zu vermeiden, sollte man ein im Gegensatz zu früheren Jahren modifiziertes Dosierungsschema für Cisplatin und Vinorelbin einsetzen, das besser verträglich ist (Kasten 2). Ein zu empfehlendes Dosierungsregime wäre Cisplatin 80 mg/m2 am Tag 1 und Vinorelbin 25 mg/m2 am Tag 1 und 8, alle drei Wochen. Alternativ können Therapieregime mit gesplitteter Cisplatindosis zum Einsatz kommen, zum Beispiel das modifizierte Regime der Intergroup-Studie JBR.10 des NCIC (Cisplatin 50 mg/m2 am Tag 1 und 8 und Vinorelbin 25 mg/m2 an den Tagen 1, 8 und 15 alle vier Wochen) oder alternativ Cisplatin 40 mg/m2 an den Tagen 1 und 8 und Vinorelbin 25 mg/m2 an den Tagen 1 und 8 alle drei Wochen (Kasten 2). Therapieregime mit gesplitteter Cisplatin-Dosis sind insbesondere bei Patienten sinnvoll, denen man zum Beispiel aufgrund einer Pneumonektomie keine hohe Volumenbelastung im Rahmen der Vor- und Nachhydrierung bei der Cisplatin-Applikation zumuten kann.

Aufgrund des hohen emetogenen Potenzials von Cisplatin sollte bei jeder Cisplatin-Gabe eine standardmäßige antiemetische Behandlung erfolgen. Sie besteht aus einem HT3-Antagonisten, Dexamethason und einem Neurokinin-1-Antagonisten.

Der Großteil der kurativ operierten Patienten mit zum Beispiel einem kolorektalen Karzinom oder einem Mammakarzinom ist in einem relativ guten Allgemeinzustand. Anders verhält es sich postoperativ bei vielen Patienten mit einem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom. Häufig bestehen relevante Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel chronisch-obstruktive Lungenerkrankung oder koronare Herzerkrankung. Insbesondere die Patienten, die pneumonektomiert wurden, haben häufigere und schwerere Chemotherapie-induzierte Nebenwirkungen sowie eine schlechtere Compliance bezüglich der adjuvanten Chemotherapie als diejenigen, bei denen nur ein begrenzter Lungenparenchymverlust vorliegt (24). Die chemotherapeutische Behandlung von operierten Patienten mit einem NSCLC stellt daher eine besondere Herausforderung dar und sollte nur in – oder in enger Zusammenarbeit mit – Zentren mit langjähriger interdisziplinärer Erfahrung in der multimodalen Therapie des Lungenkarzinoms erfolgen (Kasten 3).

Ausblick
Das Ziel der nächsten Jahre muss es sein, unter Berücksichtigung molekular-genetischer und molekular-biologischer Befunde Prädiktoren zu definieren, die neben dem anatomisch-pathologischen Tumorstadium eine individuelle Einteilung der Patienten in spezifischere prognostische Gruppen ermöglichen. Analog zum Mammakarzinom könnte es dann möglich sein, für jeden operierten Patienten mit einem NSCLC anhand eines speziellen Markerprofils das individuelle Rezidivrisiko zu bestimmen und gezielt adjuvant zu therapieren. Die zukünftigen Entwicklungen in der adjuvanten systemischen Therapie von Patienten mit einem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom werden sicherlich den gerade frisch etablierten Standard modifizieren. Um rasch weitere Fortschritte in der adjuvanten Therapie der NSCLC-Patienten zu erreichen, ist deren Behandlung in großen randomisierten Studien notwendig.

Weitere Informationen zur adjuvanten Chemotherapie des nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms findet man in der Konsensus-Stellungnahme des interdisziplinären Expertenmeetings vom 3. und 4. Juni 2005 in Hamburg sowie am 13. September 2005 in Frankfurt auf der Homepage der Deutschen Krebsgesellschaft unter www.krebsgesellschaft.de.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 15. 6. 2007, revidierte Fassung angenommen: 4. 12. 2007

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Eckart Laack
II. Medizinische Klinik, Onkologisches Zentrum
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg
E-Mail: laack@uke.uni-hamburg.de

Summary
Adjuvant Chemotherapy After Complete Resection of Non-Small Cell Lung Cancer
Introduction: In non-small cell lung cancer (NSCLC) surgical resection is the treatment of choice in stages I and II of the disease; but even of this selected group of patients, almost half suffer recurrence following complete resection, usually in the form of distant metastases. The role of adjuvant systemic chemotherapy has been investigated extensively in the last two decades. Methods: Selective literature review of randomized phase III trials. Results and discussion: There is currently no indication for adjuvant chemotherapy in patients with stage IA disease, whereas the role of adjuvant chemotherapy for stage IB disease remains controversial. To treat a patient with stage IB disease should be an individualized decision depending on age, tumor size, vascular invasion, and patient preference. Adjuvant chemotherapy is now the standard of care after complete resection of stage II-IIIA NSCLC. Patients considered for adjuvant chemotherapy should be under 75 years of age, have no contraindications to cisplatin-based chemotherapy, and should be in a good performance status after surgery. Currently the standard adjuvant chemotherapy regimen is a combination containing cisplatin and vinorelbine. Dtsch Arztebl 2008; 105(14): 249–54
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0249
Key words: adjuvant chemotherapy, cisplatin, non-small cell lung cancer, phase III trials, vinorelbine

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
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