ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2008Muslimische Kranke: Tipps für Ärzte und Pflegepersonal

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Muslimische Kranke: Tipps für Ärzte und Pflegepersonal

Dtsch Arztebl 2008; 105(14): A-712

syr

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Foto: Caro
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Täglich werden in deutschen Krankenhäusern und Arztpraxen Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis versorgt. Die Universität Mainz bietet nun für Ärzte und Pflegepersonal, aber auch interessierte Laien ein Internetportal zu Konfliktfeldern im medizinischen Alltag an. Es soll dazu beitragen, kulturelle Barrieren zu überwinden.

Allgemeinverständlich erläutern die Internetautoren zum Beispiel religiöse Speisevorschriften oder weisen darauf hin, dass der Krankenbesuch für muslimische Familien eine religiöse Pflicht ist und sich deshalb oft viele Angehörige um das Bett türkischer Patienten versammeln. Im Rahmen eines alphabetischen Stichwortverzeichnisses werden islamische Begriffe erläutert, auf einer Seite findet man Antworten auf häufig gestellte Fragen wie diese: „Müssen kranke Muslime im Ramadan fasten?“ oder „Was ist nach dem Tod eines Muslims wichtig?“ Darüber hinaus ermöglicht eine Datenbank die Recherche von Fachliteratur. Die Webautoren haben zudem Positionen der islamischen Welt zu Themen wie Hirntod, Organtransplantation, künstliche Befruchtung oder Sterbehilfe zusammengestellt.

Das interkulturelle Autorenteam aus Medizinern und Kulturwissenschaftlern der Universität Mainz will eine Lücke in der medizinischen Aus- und Fortbildung schließen. Gefördert wurde das Projekt durch die Robert-Bosch-Stiftung. Weitere Informationen: www.kultur-gesundheit.de. syr
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