ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2008Karriere: Selbst schuld
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Der BDC hat sich den Nachwuchsmangel selbst zuzuschreiben. Er war maßgeblich an der Umstrukturierung der Weiter­bildungs­ordnung beteiligt, damit hat er das Fach Chirurgie begraben. Eigentlich gibt es keine Weiterbildung zum Chirurgen mehr, nur wer sich noch langwierig spezialisiert, hat einen „richtigen Facharzt“. Mit dem früheren Allgemeinchirurgen kann man heute, trotz breitester Erfahrung oder gerade deshalb, nichts mehr anfangen. Ich habe drei Kinder und den Facharzt für Chirurgie trotzdem in relativ kurzer Zeit absolviert, nur um dann festzustellen, dass dieser nichts mehr wert ist. Selbst für die Niederlassung ist er zu wenig. In jedem anderen Fach stehen nach dem Facharzt alle Türen offen, mit dem Chirurgen sind erst mal alle zu. Und das nach einer anstrengenden, von Hierarchie und Abhängigkeit geprägten Weiterbildungszeit. Einem jungen Arzt, der operieren möchte, ist der Chirurg nicht zu empfehlen, einer Ärztin, die womöglich auch noch Kinder haben will, schon gar nicht. Als Orthopäde/Orthopädin und Unfallchirurg(in) oder in anderen operativen Fächern kommt man viel schneller zum Ziel und ist auch besser angesehen . . .
Beate Gössel, Humboldtstraße 19,
71282 Hemmingen
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