ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2008Rainer Daubenbüchel: Ein preußischer Rheinländer

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Rainer Daubenbüchel: Ein preußischer Rheinländer

Dtsch Arztebl 2008; 105(14): A-743 / B-649 / C-637

Gerst, Thomas

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Rainer Daubenbüchel Foto: Bernhard Eifrig
Rainer Daubenbüchel Foto: Bernhard Eifrig
„Die Beratung der Politik gehört zwar nicht zu unseren gesetzlich übertragenen Aufgaben, gleichwohl haben wir uns diese Beratung zur Aufgabe gemacht.“ Ein solcher Satz fällt nicht zufällig in der Abschiedsrede von Dr. jur. Rainer Daubenbüchel, der nach seinem 65. Geburtstag am 3. März 2008 zum Monatsende aus dem Amt des Präsidenten des Bundesversicherungsamts (BVA) schied. Und sicher hat sich der Jurist an der Spitze des BVA nicht nur bei einigen Vertretern der Krankenkassen, die er zu beaufsichtigen hatte, unbeliebt gemacht, sondern auch bei einigen Politikern, die nicht immer von den Resultaten einer korrekten Umsetzung ihrer Gesetze begeistert waren.

Dem BVA sind in der Amtszeit Daubenbüchels seit 1993 viele neue Aufgaben zugewachsen, so etwa die Aufsicht beim Risiko­struk­tur­aus­gleich oder bei den Disease-Management-Programmen. Das Amt ist dadurch immer mehr ein politisches geworden. Das mag der Grund dafür sein, dass zu Daubenbüchels Abschiedsfeier in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle ein/e Nachfolger/in noch nicht benannt war. Man kann davon ausgehen, dass hinter den Kulissen heftig gerangelt wird, ist doch dem BVA auch die Aufsicht über das zentrale gesundheitspolitische Projekt der Koalition, den Gesundheitsfonds, zugewiesen.

Die Stadt Köln hat Daubenbüchel geprägt, dort hatte er studiert, eine Laufbahn am Gericht begonnen, und dort ist er seit 1973 in der Kommunalverwaltung bis zum Leiter des Personalamts 1983 aufgestiegen. Das hört man, wenn man mit ihm spricht. Aber man merkt dem Gegenüber auch an, dass sich dieser rheinische Einschlag mit klugem Verstand und einem Beamtentum im besten Sinne verbindet. Thomas Gerst
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