ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2008Patientenbezogene Determinanten der prähospitalen Verzögerung beim akuten Myokardinfarkt

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Patientenbezogene Determinanten der prähospitalen Verzögerung beim akuten Myokardinfarkt

The Causes of Prehospital Delay in Myocardial Infarction

Dtsch Arztebl 2008; 105(15): 286-91; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0286

Gärtner, Cornelia; Walz, Linda; Bauernschmitt, Eva; Ladwig, Karl-Heinz

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Einleitung: Das Zeitfenster zwischen Symptombeginn und Reperfusion des verschlossenen Gefäßabschnittes des Myokards ist eine entscheidende Determinante des Behandlungsverlaufs. Hierbei macht die Entscheidungszeit der Patienten den Hauptteil der prähospitalen Verzögerungszeit (PHZ) aus.

Methoden: Selektive Literaturrecherche auf Basis der Referenzen einer Metaanalyse, ergänzt durch PubMed-Suche mit den Begriffen „prehospital delay“, verknüpft mit „myocardial infarction“, „acute coronary syndrome“, „psychological factors“, „gender“ und „public campaign“. Es wurden 73 Arbeiten mit die PHZ beeinflussenden Faktoren ausgewählt.
Ergebnisse: Die Gründe, warum es ubiquitär deutlich über 120 Minuten dauert, bis ein Patient mit Infarktsymptomen die Klinik erreicht, sind nach wie vor nicht ausreichend geklärt. Jedoch scheinen Symptomunklarheit, hohes Alter und weibliches Geschlecht zu den entscheidenden Barrieren im Patientenhandeln zu zählen.
Diskussion: Die PHZ beeinflussende Faktoren beziehen sich auf folgende Ebenen: Wahrnehmung der Akutsymptomatik, Erkennen der Bedeutung der Beschwerden und die Entscheidung, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Interventionsprogramme sollten diese drei Ebenen berücksichtigen und speziell den Anforderungen für klinisch relevante Subpopulationen gerecht werden.
Dtsch Arztebl 2008; 105(15): 286–91
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0286
Schlüsselwörter: Herzinfarkt, Prähospitalzeit, Epidemiologie, Prävention, psychologische Faktoren
LNSLNS Beim akuten Myokardinfarkt ist das Zeitfenster zwischen Symptombeginn und Reperfusion eine entscheidende Determinante für den Behandlungsverlauf (e1e3). Untersuchungen bereits zu Beginn der Thrombolyse-Ära zeigten, dass technische Komponenten vernachlässigbar wenig Zeit in Anspruch nehmen (e4). Wo Schwachstellen aufgedeckt wurden, konnten durch gezielte Maßnahmen Zeiten weiter reduziert werden (e5). Den Hauptanteil an der Prähospitalzeit (PHZ) macht aber mit bis zu 75 % die Entscheidungszeit des Patienten aus (1, e6) (Grafik 1). Die subjektive Seite des Krankheitsbeginns bleibt, trotz eines hochtechnischen Ablaufs der Rettungskette, die entscheidende Determinante des gesamten Zeitaufkommens.

Methoden
Auf Basis der Referenzen einer aktuellen Metaanalyse (e7) haben die Autoren eine Literaturrecherche durchgeführt, die durch eine Suche in PubMed zwischen Dezember 2006 und August 2007 mit den Begriffen „prehospital delay“, verknüpft mit „myocardial infarction“, „acute coronary syndrome“, „psychological factors“, „gender“ und „public campaign“ ergänzt wurde. Daraus gingen weit über 100 Einzelliteraturstellen der Jahre 1990 bis 2006 (bei public campaign 1984) hervor, die im Hinblick auf die speziellen Unterthemen Epidemiologie, Trends, Geschlechtsunterschiede, Umfeld, Vorerkrankungen, Persönlichkeit und Präventionsmöglichkeiten untersucht wurden. Kriterien für die Berücksichtigung waren hierbei Bevölkerungszugang, Populationsgröße und Untersuchung von Kontrollgruppen.

Ergebnisse
Vergleichbarkeit der Daten
Die Vergleichbarkeit der Daten wird erschwert durch unterschiedliche Methoden, Zeiteinteilungen und Einschlusskriterien der Koronarpatienten (Tabelle). Patienten, die im reanimationspflichtigen Zustand oder während eines Klinikaufenthalts einen akuten Myokardinfarkt (AMI) erleiden, werden nicht in allen Studien aus den Analysen ausgeschlossen. Knappen Zeitfenstern sollte man mit Misstrauen begegnen, da eine minutengenaue Validität der Patientenaussage zu dem Beginn ihrer Infarktsymptomatik angezweifelt werden muss (e8).

Prävalenz der Prähospitalzeit
Ein Behandlungsbeginn innerhalb der sogenannten goldenen Stunde nach Symptombeginn steigert die Überlebenszeit des Patienten bedeutsam (e3, e9). Allerdings ist der Prozentsatz der Patienten, die innerhalb dieses Zeitfensters die Klinik erreichen, gering. In drei großen Studien (24) erreichten nur 22 bis 44 % der Patienten innerhalb einer Zwei-Stunden-Grenze die Klinik. Im süddeutschen Augsburger Herzinfarktregister (e10) liegt der Prozentsatz der Herzinfarktpatienten mit einer PHZ von über vier Stunden bei 40 %. Unter Verwendung des Sechs-Stunden-Kriteriums sind es noch 25 bis 33 % der Fälle, die die Klinik zu spät erreichen. Der Prozentsatz der Patienten, die über zwölf Stunden verzögern, bleibt konstant zwischen 10 und 20 % (16, e5e11).

Internationale Untersuchungen belegen, dass ein extrem weites Zeitfenster (wenige Minuten bis mehrere Tage) in der Prähospitalphase ein ubiquitäres Phänomen darstellt (24, 711). Die mittlere PHZ in Deutschland beträgt gegenwärtig 192 Minuten (9).

Die PHZ in den USA, Großbritannien und Deutschland ist deutlich zu hoch, allerdings sind die Verzögerungszeiten in asiatischen Ländern noch ausgeprägter: McKinley et al. (12) zeigten, dass der Median der PHZ in den USA bei 3,5 Stunden (1,2 bis 15,2) und in Großbritannien bei 2,5 Stunden (1,5 bis 8,7) liegt, in Südkorea aber bei 4,4 Stunden (1,8 bis 13,3) und in Japan bei 4,5 Stunden (2,0 bis 16,3).

Trends in der Prähospitalzeit
Das MITRAplus-Register (9), mit über 30 000 eingeschlossenen Patienten ein valides Abbild der Versorgungssituation in Deutschland, konnte einen signifikanten Anstieg der medianen PHZ von 166 Minuten im Jahre 1994 auf 192 Minuten im Jahr 2002 belegen. Die multizentrische ARIC-Studie in den USA mit 18 928 Patientendaten (7) zeigte, dass sich über den Beobachtungszeitraum von 1987 bis 2000 die PHZ nicht verkürzte. Allerdings nahm der Anteil derjenigen, die den Rettungsdienst alarmierten, signifikant zu. Auch das US-Myokardinfarkt-Register (NRMI-2) mit 364 131 eingeschlossenen Patienten zeigte keine Veränderung der medianen PHZ zwischen 1994 und 1997 (8). Zu einem ähnlichen Ergebnis kam die Worcester Heart Attack Study (3), die in einer US-amerikanischen Kleinstadt von 1986 bis 1997 ebenfalls keine Verbesserung in dem Zeitfenster zum Behandlungsbeginn zeigen konnte. Im Gegenteil: der Anteil von Patienten mit einer PHZ von über sechs Stunden vergrößerte sich innerhalb des Beobachtungszeitraums von rund 18 auf über 22 % (Grafik 2).

Soziodemografische Faktoren
Alter – Bis auf wenige Studien mit geringen Fallzahlen (13, 14) weisen die meisten Publikationen darauf hin, dass hohes Alter mit signifikant längerer PHZ assoziiert ist; der Median lag bei etwa 0,5 Stunden (2, 3, 710, 15, e11, e12).

Geschlecht – Untersuchungen zu geschlechtsspezifischer Symptomwahrnehmung in der Akutphase zeigen wenig signifikante Unterschiede. In den Daten des Augsburger Herzinfarktregisters (e10) mit 486 Frauen und 1 436 Männern fand man keine Unterschiede in der Häufigkeit des typischen Brustschmerzes, aber signifikant häufiger Übelkeit, Luftnot und Todesangst bei Frauen. Kaltschweißigkeit war häufig, jedoch zeigten sich hier im Gegensatz zu einer Studie von Goldberg et al. (e13) keine Geschlechtsunterschiede. Eine Wechselwirkung von Geschlecht und Symptomen auf die PHZ ist bisher lediglich von Meischke et al. (e14) untersucht worden: von den drei Symptomen, bei denen Geschlechtsunterschiede bestanden (Frauen weniger Kaltschweißigkeit, mehr Atemnot und Übelkeit), trug nur das bei Männern häufigere Schwitzen zu einer verringerten Verzögerungszeit bei.

Dennoch kommt die überwiegende Anzahl der Studien zu dem Ergebnis, dass die PHZ bei Frauen signifikant länger ist als bei Männern (110, 15, e15). Es gibt Hinweise darauf, dass im Laufe der Jahre der Geschlechtsunterschied kleiner geworden ist (7). Außerdem scheint die Verzögerung oft stärker durch den kontaktierten Arzt verursacht zu sein als durch die Patientinnen (1, 7, e8). Moser et al. (16) zeigten, dass das Alter die PHZ bei Männern nur gering beeinflusst, bei Frauen aber einen erheblichen Unterschied ausmacht: bei älteren Frauen (> 55 Jahre) war sie mehr als doppelt so hoch als bei jüngeren.

Soziale Schicht – Kleinere Studien (Fallzahlen < 200 Fälle) konnten keinen Einfluss der sozialen Schicht auf die PHZ nachweisen (16, 17, e8), während Ergebnisse größerer Studien dafür sprechen, dass Patienten aus den unteren Einkommens- (6, 14, e16) oder Bildungsschichten (4, 7, 14, 18) eine längere PHZ aufweisen.

Klinische Parameter und Risikofaktoren
Schweregrad – Patienten im kardiogenen Schock und nach Herzstillstand erreichen die Klinik früher (2, 6, 15, 19, e15, e17). Die dramatische Situation entzieht diesen Patienten jedoch jegliche subjektive Ambivalenz. Schweregrad-Parameter wie Infarktgröße (15), Enzymwerte (13), Ejektionsfraktion und Anzahl der verschlossenen Gefäße (20) oder Vitalparameter (16) scheinen die PHZ nicht signifikant zu beeinflussen.

Hypertonie – Sie ist mit einer verlängerten PHZ assoziiert (25, 7, 8, 10), wobei der Median bei 2,2 Stunden im Vergleich zu 2,0 Stunden bei normotonen Patienten liegt (3). Es gibt keinen Unterschied in drei Studien mit kleineren Fallzahlen (1, 14, 21). Ein Grund könnte die geringere Schmerzperzeption bei hypertonen Risikopatienten sein (e18).

Diabetes – Bis auf wenige Ausnahmen (1, 14, 21) sprechen die Studienergebnisse dafür, dass Diabetes ein signifikanter Prädiktor für eine längere PHZ ist (24, 69). Ursache könnte die Schmerzunterdrückung durch diabetische Neuropathie sein (e19).

Rauchen – In drei großen Studien mit Fallzahlen
> 2 000 Patienten (2, 4, 9) wiesen Raucher signifikant kürzere Entscheidungszeiten auf als Nichtraucher. Dies ist vielleicht dadurch bedingt, dass Raucher als Risikogruppe stark im Fokus der Medien stehen (9).

Body-Mass-Index, Hypercholesterinämie und körperliche Aktivität als Einflussfaktoren wurden nur in der GREECS-Studie (4) untersucht. Für diese Faktoren konnte man keine signifikante Wirkung auf die PHZ feststellen.

Vorerkrankungen des Herzens
Angina pectoris – Patienten mit Angina pectoris in der Vorgeschichte neigen zu einer längeren PHZ (2, 3, 6, 19). Offenbar ist es für diese Patienten schwieriger, den Warninhalt von infarktbezogenen Brustschmerzen zu detektieren. ARIC (7) jedoch konnte keinen Einfluss auf die PHZ nachweisen, in NRMI-2 (8) und bei Kentsch et al. (18) führte eine pektanginöse Anamnese sogar zu einer schnelleren Ankunft im
Krankenhaus.

Vorangegangener Herzinfarkt – Ein Reinfarkt führt keinesfalls unbedingt zu einer kürzeren PHZ. MITRA-plus (9) sowie eine schwedische Studie (10) mit über 2 000 Patienten konnte in der Dauer der PHZ keine Unterschiede zu Erstinfarkt-Patienten sichern. Im ersten Untersuchungsabschnitt der Worcester Heart Attack Study (19861990) brauchten Reinfarkt-Patienten sogar länger, um das Krankenhaus zu erreichen (Odds Ratio von 1,6 für mehr als sechs Stunden Verspätung im Vergleich zum Erstinfarkt) (22). Eine dänische Studie kam zu dem Ergebnis, dass Patienten mit Reinfarkt eine wesentlich kürzere PHZ hatten, während Patienten, bei denen in der Vorgeschichte eine mechanische Revaskularisierung durchgeführt worden war, trotz korrekter Symptomzuordnung signifikant länger für Ihre Entscheidung brauchten (1).

Vorangegangene Revaskularisierung/Bypass-Operation – Diese Patienten erreichten in den meisten Studien die Klinik früher (24, 58, 15), was möglicherweise der Sensibilisierung der Angehörigen und des Hausarztes zu verdanken ist.

Kontextuelle Einflüsse
Zeitpunkt – Viele Untersuchungen zeigten keinen Einfluss durch Tageszeit und Wochentage (11, 2022, e20, e21), andere fanden eine Verkürzung der PHZ in der Nacht (6, 19), weitere schließlich eine Verlängerung der PHZ nachts oder am Wochenende (2, 5, 9, e22).

Hausarztkontakt – Deutlich weniger als die Hälfte der Patienten rufen im Akutgeschehen den Rettungsdienst (5, 11, e23e25), sondern kontaktieren zunächst ihren Hausarzt, was zu einer verlängerten Prähospitalzeit führt (120 Minuten im Median im Vergleich zu 74 Minuten) (11, e23, e26, e27) (Kasten 1).

Häusliche Umgebung – Laienkonsultation verstärkt die Verzögerung wesentlich (18, 23), für Patienten mit Laienkonsultation liegt die Odds Ratio für eine Verspätung von > 1 h bei 2,06 bis 2,34 (11). Die Mehrzahl der Patienten fragt ihren Ehepartner um Rat, 21 % suchen sogar den Kontakt zu ihren Kindern, bevor sie einen Arzt verständigen (e24). Andererseits kann es für Patienten entlastend sein, wenn jemand anderes den Notarzt ruft. Sie können Verantwortung abgeben, was besonders dann hilfreich ist, wenn die wahrgenommenen Symptome nicht den eigenen Vorstellungen eines Herzinfarktes entsprechen (17, e22).

Patienten, bei den die Symptome zu Hause beginnen, verspäten sich nach den Ergebnissen einiger Studien stärker (1, 24, e16, e26). Andere Studien entdeckten hier jedoch keinen Unterschied (14, 16, 20, e20, e21). Weitere anwesende Personen scheinen die PHZ nicht zu beeinflussen (12, 13, 16, 20, 24, e16, e20, e21, e28). Patienten, die versuchen, Warnsymptome durch Eigenmedikation oder Ablenkung zu unterdrücken (23, e24), haben ein circa dreifach erhöhtes relatives Risiko für Verspätung (18).

Akute Symptomperzeption
Schmerzmuster – Brustschmerzen sind mit einer Prävalenz von 80 bis 95 % die häufigsten Symptome beim Herzinfarkt (21, 24, e13, e28). Patienten mit den klassischen schweren, unerwarteten und plötzlich einsetzenden Brustschmerzen haben die größte Chance, zu den Frühkommern zu gehören (23). Ausstrahlender Schmerz verkürzt ebenfalls die PHZ (17). Die Schmerzstärke beeinflusst die PHZ nicht wesentlich (1, 12, 16, 20, e16, e29, e30). Nur in den Untersuchungen von Horne (17), Rawles (25) und Dracup (14) war die Stärke des Angina-pectoris-Schmerzes positiv mit einer kürzeren PHZ assoziiert.

Symptome – Symptomunschärfe und Unspezifität der Beschwerden sind bedeutsame Prädiktoren für einen verzögerten Entscheidungsablauf. Schwitzen tritt in circa 65 bis 75 % der Fälle auf (24, e28) und verkürzt die PHZ (2, 14, 18, e18, e31). Übermäßiges Schwitzen bei geringer Anstrengung wird wahrscheinlich als ungewöhnlich empfunden und als Anzeichen einer schwerwiegenden Erkrankung interpretiert (e31). Beschwerden wie Übelkeit und Sodbrennen, die bei 45 bis 52 % der Patienten beobachtet werden (17, e28), führen zu einer verlängerten PHZ (14, 24, e31). Atemnot, die bei circa 28 bis 59 % der Patienten auftritt (17, 21, e28), ist ein alarmierendes Symptom, wird aber häufig missdeutet und führt zu verlängerter PHZ (2, 14, e20).

Vorwissen – Die Kenntnis der Kernsymptome eines Herzinfarktes einschließlich atypischer Symptome wie Schwitzen, Übelkeit oder Dyspnoe trägt zu einer verkürzten PHZ bei (12, 23, e20), allerdings nicht in allen Untersuchungen (14, 24). Das Wissen über Therapiemöglichkeiten verkürzte die PHZ bei Dracup et al. (14), während die Kenntnis über eine thrombolytische Therapie bei Ottesen et al. (1) die PHZ nicht beeinflusste.

Symptomzuordnung – Entscheidend für das Verhalten der Patienten ist, ob sie ihre Beschwerden korrekt deuten können. Patienten, die ihre Symptome dem Herzen zuordnen, suchen schneller Hilfe (1, 13, 14, 16, 18, 20, 24, e30e32). Lediglich zwei kleinere Studien kamen hier zu anderen Ergebnissen (e20, e28) (Kasten 2).

Die Komplexität des Bewertungsverhaltens wird in der Untersuchung von Kentsch et al. (18) an 739 Patienten mit akutem Myokardinfarkt besonders deutlich: 44 % derjenigen Patienten, die sich bewusst waren, gerade einen Herzinfarkt zu erleiden, und gleichzeitig wussten, dass ein Herzinfarkt tödlich sein kann, brauchten dennoch über eine Stunde, bis sie medizinische Hilfe in Anspruch nahmen. Im multivariaten Modell trugen folgende Verhaltensmuster zu der verzögerten Entscheidungszeit der Patienten bei: „Ich wollte erst einmal abwarten“, „ ich habe die Beschwerden nicht ernst genommen“, „ ich wollte niemanden belästigen“, „ die Beschwerden besserten sich“, Einnahme von Schmerzmedikamenten.

Todesangst – 35 % der Frauen und 20 % der Männer erleben während der akuten Infarktphase Todesangst (11). Bei Whitehead et al. (e33) berichteten 32,6 % der Frauen und 18,4 % der Männer über Zustände erheblicher Bedrängnis und Todesangst. Angst während des Akutgeschehens verkürzt die Verzögerungszeit signifikant (16, 20, e28, e29).

Psychische Faktoren
Zu den psychologischen Paradigmen, die möglicherweise die PHZ beeinflussen, zählt vor allem das Konzept der Verleugnung und verwandte Operationalisierungen wie die Alexithymie (Schwierigkeit, Gefühle wahrzunehmen und ausdrücken zu können). Auch hier sind die Ergebnisse widersprüchlich: O'Carroll et al. (e30) fanden keine Auswirkung von Alexithymie auf die Verzögerungszeit, während bei Kenyon et al. (13) eine Alexithymie die PHZ signifikant verlängerte. Ebenfalls wird die PHZ durch einen hyperaktiven Verhaltensstil (Typ-A-Verhalten) (19) sowie eine fatalistische Einstellung zur Gesundheit verlängert (e30).

Eine depressive Stimmungslage trug in der Studie von Bunde & Martin (e31) mit 433 eingeschlossenen Patienten signifikant zu einer verlängerten Entscheidungszeit bei. Da nur Items, die im Kontext von Müdigkeit, Schlafstörungen und Erschöpfung stehen, zwischen Früh- und Spätkommern diskriminierten, könnte der Zusammenhang zwischen Depression und Verspätung eine Folge der Schwierigkeit sein, die zur Hilfeeinleitung notwendige Energie zu mobilisieren.

Präventionsmöglichkeiten
Das Wissen zum Thema Herzinfarkt ist bei einem Großteil der Bevölkerung gering. Vielen ist der Brustschmerz als wichtiges Symptom bekannt, aber wenige können mehr als zwei weitere richtige Symptome nennen (e34). Deshalb wurde mehrfach untersucht, ob die PHZ durch Aufklärung in Medien, öffentliche Veranstaltungen und Schulungen verkürzt werden kann. In einem Vergleich von zehn Studien (e35), die den Einfluss auf die PHZ untersuchten, zeigten sich in vier Untersuchungen signifikant kürzere Zeiten als vor der Intervention (e36e38), sechsmal war keine Veränderung feststellbar (e39e44), darunter in der REACT-Studie (e43) (n = 20 364), die 1995 bis 1997 in 20 amerikanischen Städten durchgeführt wurde. Obwohl Personen, die in den Interventionsregionen lebten, nach Abschluss der Aufklärungskampagnen nachweislich besser über das Thema informiert waren, zeigte sich im Vergleich zu Kontrollregionen keine signifikante Reduktion der PHZ. Befürchtungen, nach denen Aufklärungskampagnen die Prävalenz falsch-positiver Krankenhauseinweisungen erhöhen und somit mit höheren Kosten verbunden sein könnten, scheinen sich nicht zu bestätigen (e39).

Diskussion
Auch im internationalen Vergleich bleibt die PHZ der bedeutendste Faktor in der zeitlichen Verzögerung zur Therapieeinleitung bei Herzinfarktpatienten. Von den auf die PHZ einwirkenden Faktoren sind nach bisheriger Studienlage Geschlecht, Alter und Fehlattribution der Symptome hervorzuheben. Über psychologische Mechanismen in Verarbeitungsstrategien ist gegenwärtig noch wenig empirisch bekannt.

Ein klares Risikoprofil des „Spätkommers“, das im klinischen Alltag und in der Patientenedukation einsetzbar wäre, steht noch aus. Gegenwärtig fehlt ein theoretisch begründetes und empirisch abgesichertes Konzept, das das Entscheidungsverhalten der Patienten verstehbar und damit auch vorhersehbar machen könnte. Allerdings besteht Übereinstimmung darüber, dass allgemeines Wissen über die typischen Infarktsymptome die notwendige Basis der Prävention ist, aber nicht ausreicht, um den Patienten auf die akute Krisensituation angemessen vorzubereiten (e17).

In Zukunft wird man aber die psychosoziale und wirtschaftliche Situation der Bevölkerung stärker berücksichtigen, individueller auf Hochrisikopatienten eingehen und vermehrt geschlechtsspezifische Aufklärung betreiben müssen (e45). Präventives Handeln muss genauer auf Risikogruppen zugeschnitten sein. Wünschenswert wäre es, für Gruppen mit einem definierten Kernmerkmal (zum Beispiel Alter < 60; weibliches Geschlecht; ängstlich-vermeidender Stil) Algorithmen zu entwickeln, die das Entscheidungsverhalten vorhersehbar machen, und damit individualisierte Präventionsmodule anbieten zu können (Grafik 3).

Eine weitere Möglichkeit, Risikopatienten zu erkennen, scheint in der Beachtung der Prodromalphase des Herzinfarktes zu liegen: viele Patienten leiden in den Tagen vor dem Infarkt verstärkt an Reizbarkeit, depressiver Stimmung, unerklärlicher Müdigkeit oder Angstzuständen (e46, e47). Ärzte, die wegen dieser Symptome aufgesucht werden, sollten hier an die Möglichkeit eines drohenden Herzinfarktes denken und patientenbezogene Aufklärungsarbeit leisten.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 31. 7. 2007; revidierte Fassung angenommen: 28. 11. 2007.

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Zentrum für Gesundheit und Umwelt
Institut für Epidemiologie
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
E-Mail: ladwig@helmholtz-muenchen.de


Summary
The Causes of Prehospital Delay in Myocardial Infarction
Introduction: The elapsed time between the onset of symptoms and reperfusion is a critial determinant of the clinical course of patients with myocardial infarction. The patients' own decision time is the most important component of prehospital delay. Methods: Selective literature review based on the references in a meta-analysis, complemented by a PubMed search on the expression "prehospital delay" in combination with "myocardial infarction,“ "acute coronary syndrome,“ "psychological factors,“ "gender,“ and "public campaign." A total of 73 papers addressing factors that influence prehospital delay were selected. Results: The reasons for delays of more than 120 minutes in a patient with symptoms of myocardial infarction reaching the hospital are still not sufficiently elucidated. Patients' uncertainty about their symptoms, advanced age, and female sex are three factors that appear to be associated with longer delays. Discussion: Factors influencing prehospital delay operate at the following levels: the perception of acute symptoms, the recognition of the importance of these symptoms, and the decision to call for help. Intervention trials should consider these levels in meeting the needs of clinically relevant subpopulations.
Dtsch Arztebl 2008; 105(15): 286–91
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0286
Key words: myocardial infarction, prehospital delay, epidemiology, prevention, psychological factors

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1508
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