ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2008Aussagekraft der Elektrokardiografie zum Ausschluss der linksventrikulären Hypertrophie bei Hypertonikern: Naturwissenschaftlich begründete Methode

MEDIZIN: Diskussion

Aussagekraft der Elektrokardiografie zum Ausschluss der linksventrikulären Hypertrophie bei Hypertonikern: Naturwissenschaftlich begründete Methode

Accuracy of Electrocardiography in Diagnosis of Left Ventricular Hypertrophy in Arterial Hypertension - Systematic Review:

Dtsch Arztebl 2008; 105(15): 292; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0292a

Doepp, Manfred

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LNSLNS Es wird korrekt dargelegt, dass das EKG hinsichtlich der linksventrikulären Hypertrophie (LVH) bei essenzieller Hypertonie eine geringe Aussagekraft – weil zu niedrige Sensitivität – aufweist. Die vielen Indizes ändern daran wenig. Leider nimmt keiner der Autoren Stellung zu einer naturwissenschaftlich begründeten Methode, die direkt dem EKG entstammt, nämlich der „heart-rate-variability“ (HRV). Es gibt eine Reihe von Evidenzen dafür, dass die LVH als Risikofaktor einhergeht mit einer Erhöhung des Sympathikotonus („very-low-frequency“ [VLF] in der Spektralanalyse) und einer Reduktion der Variabilität (Variationskoeffizient [CV] und mittleren Quadratabweichung [SDNN]), das heißt einer Starretendenz des Herzrhythmus. Je größer diese Tendenz, umso schlechter die Prognose quod vitam. Leider ist diese objektive Methode trotz ihrer guten Datenlage in Deutschland wenig bekannt, wohingegen das EKG sich (zu?) großer Beliebtheit erfreut.
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0292a

Dr. med. Manfred Doepp
Riesengebirgsstraße 8
83209 Prien

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