ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2008Kardiologie: In Deutschland sinkt Zahl der Herztoten

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Kardiologie: In Deutschland sinkt Zahl der Herztoten

Zylka-Menhorn, Vera

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Moderne Therapieverfahren retten vielen Patienten mit Herzinfarkt das Leben. Bessere Qualität bei Knie-TEPs durch Mindestmengen? Ja – sagt der Gemeinsame Bundesausschuss. Die Bundesärztekammer sieht das anders. Foto: dpa
Moderne Therapieverfahren retten vielen Patienten mit Herzinfarkt das Leben. Bessere Qualität bei Knie-TEPs durch Mindestmengen? Ja – sagt der Gemeinsame Bundesausschuss. Die Bundesärztekammer sieht das anders. Foto: dpa
Die Zahl der Herztoten sinkt in Deutschland weiter. 2006 starben 223 793 Menschen an einer Herzkrankheit; gegenüber 2005 ist das ein Rückgang um 2,1 Prozent. „Damit wird ein seit Jahren verzeichneter Trend erfolgreich fortgesetzt“, bilanzierte Dr. Ernst Bruckenberger (Hannover) in seiner Analyse der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts bei der 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).

Im Detail betrug die Zahl der Gestorbenen 2006 bei ischämischen Herzkrankheiten 144 189 (davon 59 938 an akutem Herzinfarkt), Herzklappen-Krankheiten 11 246, Herzrhythmusstörungen 20 970, Herzinsuffizienz 47 079 und bei den angeborenen Fehlbildungen 489. Die Sterbeziffer bei den ausgewählten Herzkrankheiten ist in allen Altersgruppen zurückgegangen. Die Sterbeziffern des akuten Herzinfarkts bei Männern und Frauen sinken und nähern sich an. „Maßgeblich verantwortlich für die rückläufigen Zahlen bei den Herztoten ist die gute und breite Versorgung mit immer besser werdenden Therapieverfahren, insbesondere der immer höheren Effizienz der Wiedereröffnung von Blutgefäßen nach einem Infarktverschluss“, kommentierte DGK-Pressesprecher Prof. Dr. Eckart Fleck (Berlin). „Allerdings vergeht häufig zu viel Zeit von den ersten Anzeichen eines Herzinfarkts bis zum Therapiebeginn.“ zyl
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