ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2008Medizinische Fachangestellte: KBV will sich für bessere Bezahlung einsetzen

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Medizinische Fachangestellte: KBV will sich für bessere Bezahlung einsetzen

Dtsch Arztebl 2008; 105(15): A-761 / B-665 / C-653

Rabbata, Samir

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LNSLNS Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. med. Andreas Köhler, hat die in seinen Augen unzureichende Bezahlung von Arzthelferinnen beklagt. Sie verdienten durchschnittlich 1 700 Euro brutto im Monat. Das Problem sei, dass die Praxen wegen der schlechten Ertragslage nicht in der Lage seien, mehr zu bezahlen. Neue Möglichkeiten könnten sich aber durch Änderungen ergeben, die der Gesetzgeber im Rahmen der Pflegereform gefasst hat. Diese sehen vor, dass für delegierbare ärztliche Leistungen eigene Abrechnungspositionen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab geschaffen werden sollen.

Die Verhandlungen mit den Krankenkassen könnten sich Köhler zufolge schwierig gestalten: „Wir betrachten delegierbare Leistungen als neue Leistungen, die mit zusätzlichem Geld finanziert werden müssen. Die Kassen werden das anders sehen.“ Man müsse einen Kompromiss finden und im Anschluss vertraglich regeln, dass das zusätzliche Geld auch bei den Medizinischen Fachangestellten ankomme.

Auch Sabine Rothe, Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe, begrüßte die Neuregelungen in der Pflegereform. „Erfreulicherweise stellen wir fest, dass unsere Kompetenzen erkannt wurden“, sagte sie. Praxisteams müssten die neuen Möglichkeiten nun umsetzen und gestalten. Dabei dürfe die Therapiehoheit des Arztes aber nicht infrage gestellt werden. SR
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