ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2008Pädiater: Klare Verteilungskämpfe
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1. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.
2. Kinder gehören zum Kinderarzt, zum pädiatrischen Spezialisten und in Kinderkliniken.
Beides sind Binsenweisheiten. Beides ist aber nicht Realität. Fachärztliche Internisten behandeln Kinder nicht zu Recht, vielleicht aber schlecht. Kinder werden auch in Krankenhäusern noch viel zu häufig nicht auf Kinderstationen versorgt. Auch in Ballungszentren versorgen Hausärzte Kinder, wo auch der Kinderarzt zu erreichen wäre. Sicher muss man in Anbetracht unterschiedlicher ärztlicher Versorgungslagen in ländlichen Regionen Kompromisse machen. Aber für Ballungszentren kann leicht Abhilfe geschaffen werden:
– In Krankenhäusern dürfen pädiatrische DRGs nur von pädiatrischen Abteilungen abgerechnet werden, Abschläge für fachfremde Abteilungen.
– Alle Kinder mit chronischen Erkrankungen dürfen nur vom spezialisierten Pädiater behandelt werden. Doch deren Lobby in KV-Zulassungsausschüssen ist gering. Auch hier geht es vor allem um klare Verteilungskämpfe oder finanzielle Mitnahmeeffekte . . .
Dr. Steffen Lüder, Paul-Junius-Straße 20, 10367 Berlin
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