ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2008Patienten-CD: Erste Produkte mit Prüfsiegel

TECHNIK

Patienten-CD: Erste Produkte mit Prüfsiegel

Dtsch Arztebl 2008; 105(15): A-796 / B-694 / C-682

EB

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Foto: Fotolia/pmphoto
Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und das Oldenburger Forschungsinstitut Offis haben erstmals Prüfsiegel an Hersteller von Produkten verliehen, die Patienten-CDs nach den Empfehlungen der DRG erstellen. Medizinische Bilder wie Röntgenbilder oder Computertomografien liegen inzwischen vielfach digital vor. Für die Weitergabe an Patienten oder an weiterbehandelnde Ärzte werden die Bilder oftmals auf CDs geschrieben. Diese ermöglichen eine einfache Weitergabe der Bilder in befundgeeigneter Qualität. In der Praxis verursachten Patienten-CDs beim Empfänger aber häufig Probleme, weil sich die Bilder nicht einlesen ließen. Dies liegt unter anderem daran, dass die auf der CD abgelegten Informationen von den Herstellern von CD-Brennlösungen nicht immer einheitlich und fehlerfrei geschrieben wurden. Für den Aufbau von Patienten-CDs ist vor allem der DICOM-Standard (Digital Imaging and Communications in Medicine) ausschlaggebend.

Die DRG und Offis haben hierfür eine Lösung erarbeitet. Zusätzlich zu einem Leitfaden mit Empfehlungen für den Umgang mit Patienten-CDs wurde ein Anforderungskatalog entwickelt, der auf der Basis des DICOM-Standards sowie der Empfehlungen der IHE-Initiative (Integrating the Healthcare Enterprise) den Aufbau von Patienten-CDs vorgibt. Hersteller von Brennlösungen für Patienten-CDs, deren Produkte den Anforderungen der DRG entsprechen, können dies im Rahmen einer Prüfung nachweisen und erhalten dann ein Prüfsiegel. Die ersten Testate gingen an die Hersteller Image Information Systems Ltd. (London) für das Produkt „iQ-View/iQ-Lite 2.5“ sowie Cerner Deutschland GmbH (Herzogenrath) für „ProVision PACS 6.0“. Weitere Produkten werden derzeit geprüft (Informationen: www.dicom-cd.de). EB
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