ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2008Mitteilungen: Erläuterungen zu Änderungen der Psychotherapie-Richtlinien

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Erläuterungen zu Änderungen der Psychotherapie-Richtlinien

Dtsch Arztebl 2008; 105(15): A-801 / B-697 / C-685

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LNSLNS Die nachfolgende Veröffentlichung betrifft vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss in der besonderen Zusammensetzung für Fragen der Psychotherapie am 20. Dezember 2007 beschlossene Änderungen der Psychotherapie-Richtlinien. Diese betreffen folgende Sachverhalte:

Die Änderungen zur Terminologie des Verfahrens-, Methoden- und Technikbegriffes in der Psychotherapie wurden mit dem Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie abgestimmt und sorgen für eine einheitliche auch mit dem aktuellen wissenschaftlichen Sprachgebrauch kompatible Begrifflichkeit, ohne dass dadurch bisherige Grundsätze der Psychotherapie-Richtlinien aufgegeben werden.

Die Definition des sogenannten Schwellenkriteriums wurde ebenfalls mit dem Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie abgestimmt. Das Kriterium legt sowohl für den Bereich der Erwachsenenpsychotherapie als auch der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie fest, in welchen Indikationsbereichen ein Psychotherapieverfahren mindestens Wirksamkeits- und Nutzennachweise erbringen muss, um eine möglichst große Indikationsbreite zu belegen. Die Anerkennung als Psychotherapieverfahren ist somit davon abhängig, ob dieses „Schwellenkriterium“ nachgewiesen werden kann.

Aufgrund der dargelegten Sachlage ergibt sich durch die Änderungen und Ergänzungen weder für die niedergelassenen Psychotherapeuten noch für die Kassenärztlichen Vereinigungen unmittelbarer Handlungsbedarf, da diese, wie oben ausgeführt, lediglich eine Aktualisierung der Terminologie bzw. ein Kriterium für die Anerkennung von Psychotherapieverfahren durch den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss darstellen.

Im Folgenden werden die entsprechenden Beschlüsse im Wortlaut veröffentlicht. Diese wurden vom Bundesministerium für Gesundheit nicht beanstandet und traten somit zum Tag nach ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger – Nr. 45, den 20. 3. 2008 – zum 21. 3. 2008 in Kraft.
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