ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2008Mammografie-Screening: Teilnahmequote von 54 Prozent „akzeptabel“

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Mammografie-Screening: Teilnahmequote von 54 Prozent „akzeptabel“

Dtsch Arztebl 2008; 105(16): A-812 / B-708 / C-696

Zylka-Menhorn, Vera

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Positive Bilanz nach drei Jahren Screening: Norbert Uleer, Screening-Einheit Hildesheim, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (von links) Foto: Kooperationsgemeinschaft Mammografie
Positive Bilanz nach drei Jahren Screening: Norbert Uleer, Screening-Einheit Hildesheim, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (von links) Foto: Kooperationsgemeinschaft Mammografie
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) hat Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren dazu aufgerufen, verstärkt am Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs teilzunehmen. Gut 1,4 Millionen von 2,7 Millionen eingeladenen Frauen haben vom Start des Programms vor drei Jahren bis Ende 2007 ihre Brust vorsorglich auf mögliche Karzinome untersuchen lassen. Die Teilnahmequote von 54 Prozent sei „für den Start akzeptabel“, müsse aber noch gesteigert werden, erklärten das Gesundheits- und das für den Strahlenschutz zuständige Bundesumweltministerium sowie die von Krankenkassen und Kassenärzten getragene Kooperationsgemeinschaft Mammografie in Berlin. Leitlinien der Europäischen Union sähen eine 70-prozentige Teilnahme vor.

Dafür seien Tumoren vermehrt in einem früheren Stadium entdeckt worden als früher und auch in größerem Maß, als in den EU-Leitlinien vorgesehen. Jeder dritte Tumor sei kleiner als ein Zentimeter gewesen, während noch 1999 ohne systematisches Screening nur gut jeder sechste in dieser Größe entdeckt worden sei. Insgesamt seien in den ersten zweieinhalb Jahren mit durchschnittlich 740 Tumoren je 100 000 Frauen dreimal so viele Tumoren entdeckt worden, wie ohne das Screening-Programm zu erwarten seien.

Eine positive erste Bilanz zog auch Dr. med. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: „Die hohe Qualität und die Transparenz des Programms sind wesentliche Voraussetzungen für seine Akzeptanz. Noch nie zuvor hatten wir in Deutschland eine qualitativ so hochwertige und zuverlässige Brustkrebsfrüherkennung.“

Für das Programm werden durch die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung jährlich zwischen 250 und 300 Millionen Euro aufgewendet. zyl
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