ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2008Hausärztemangel: Toxisches Menü
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Der Artikel soll Appetit machen, das Menü Allgemeinpraxis zu bestellen. Doch das Gericht ist heiß, man kann sich den Mund verbrennen! . . . Die Argumente gegen das Wagnis Unternehmen Allgemeinpraxis sind bekannt und prägnant: Zu viel Verwaltung, zu viel Datenerhebung für die Kassen, Einzug der Kassengebühren, kein verlässliches, kalkulierbares und vor allem zu niedriges Einkommen. Die geschilderten Rezepte gehen diesen Komplex der Missstände kausal nicht an. Nur eine vorübergehende Abmilderung der Grundübel ist im Kochtopf – die ganze Suppe jedoch bleibt versalzen. Außerdem ist die politische Zukunft brüchig. Wird die freie Hausarztpraxis überhaupt für eine längere Zukunft noch gewollt? Werden die Praxen derzeit nur verbraten, bis die angestrebte Zukunftslösung investorgesteuertes MVZ flächendeckend und nach McKinsey-Regeln realisiert wird? Ich würde keine einzige Speise aus der so bemühten und attraktiv erscheinenden Karte bestellen wollen. Ein paar Erleichterungen beim anfänglichen Genuss mögen verführerisch sein, aber die Langzeitverträglichkeit birgt massive toxische und selbstzerstörerische Risiken! . . . Herr Ober – nein danke.
Dr. Albrecht Weber, Wredestraße 18, 97082 Würzburg

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