ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2008Hausärztemangel: Der wahre Mangel wird verschleiert
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Was nützen zusätzliche Ausbildungsstellen, wenn keiner mehr Landarzt werden will? Warum stehen viele Praxen leer, und warum sind manche Landstriche ärztefrei? Die Generation der altruistischen Landarzt-Mönche stirbt endgültig aus. Folgendes wird nicht verändert . . . : rote Laterne beim Honorar, erster Platz bei der Arbeitszeit, erster Platz bei der kostenlos zu erbringenden Arbeit für die Krankenkassen. Lieber zahlt man Telematik oder Schwester Agnes, als auch nur eine annähernd kostendeckende Kilometerpauschale bei Hausbesuchen (Spritpreise!) . . . Solange die Bedarfsplanung auch gemischte (Stadt und Land) Bezirke erlaubt, wird der wahre Mangel verschleiert. Die Stadtpraxis kann mit IGeL und Privatbehandlung kompensieren, die Landpraxis nicht. Zur Grundausstattung eines Landarztes gehört die Anspruchslosigkeit, die Familienlosigkeit, die Schlaflosigkeit und ein billiges Transportmittel für Hausbesuche (z. B. ein altes Mofa wie eine NSU-Quickly, mehr ist betriebswirtschaftlich nicht drin) . . .
Dr. med. Gunther Aurich, Trierer Straße 30, 54317 Gusterath
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