ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2008Der Fonds und die Arzthonorare

POLITIK

Der Fonds und die Arzthonorare

Dtsch Arztebl 2008; 105(17): A-866 / B-752 / C-740

Rieser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Mit dem Gesundheitsfonds werden sich die Finanzströme in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) von 1. Januar 2009 an ändern.

- Dann wird bundesweit ein einheitlicher Beitragssatz von allen Krankenkassen erhoben. Die Beiträge von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und als drittes die Steuerzuschüsse des Staates fließen in den neuen Fonds. Umgekehrt erhalten alle Krankenkassen daraus Zuweisungen, um die Ausgaben für die Versicherten zu decken. Diese Zuweisungen bestehen aus einer Pauschale sowie Zu- und Abschlägen – je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Dazu muss der bisherige Risiko­struk­tur­aus­gleich (RSA) erweitert werden. Bisher nivelliert er vor allem Unterschiede beim Einkommen sowie in der Alters- und Familienstruktur der Versicherten verschiedener Kassen. In Zukunft soll er auch Morbiditätsunterschiede wirksamer ausgleichen als bisher.

- Mit dem Fonds ändert sich auch die Basis für die Vergütung der Vertragsärzte. Denn die bisherigen Kopfpauschalen werden abgelöst, womit die Krankenkassen theoretisch auch wieder das Morbiditätsrisiko übernehmen. Grundlage für die Vergütung der Vertragsärzte soll ein neuer EBM sein, der die geleistete Arbeit in Euro und Cent honoriert. Ein bundesweit einheitlicher Orientierungspunktwert in Euro, der jährlich angepasst werden muss, ist Basis für die aufgeführten Leistungen im neuen EBM. Rie
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema