ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2008Christiane Woopen: Expertin für Reproduktionsmedizin

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Christiane Woopen: Expertin für Reproduktionsmedizin

Dtsch Arztebl 2008; 105(17): A-891 / B-773 / C-761

Klinkhammer, Gisela

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Christiane Woopen Foto: Deutscher Ethikrat
Christiane Woopen Foto: Deutscher Ethikrat
In Deutschland müsse in Fragen des Lebensschutzes ein hoher Standard gelten. Darauf wies Priv.-Doz. Dr. med. Christiane Woopen wiederholt hin. Woopen, die einen Lehrauftrag für Medizinethik an der Universität zu Köln hat, hat sich intensiv mit ethischen Fragen der pränatalen Diagnostik und Präimplantationsdiagnostik beschäftigt. Nicht zuletzt deshalb wurde sie wohl auch durch Beschluss des Bundeskabinetts 2001 zum Mitglied des damaligen Nationalen Ethikrats berufen.

Jetzt ist die Mutter von vier Töchtern stellvertretende Vorsitzende des neuen Deutschen Ethikrats geworden, der sich unter anderem mit „ethischen, gesellschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen“ beschäftigen soll. Die Expertin für ethische Fragen der Reproduktionsmedizin ist unter anderem auch Mitglied der Arbeitsgruppe „Richtlinien zur assistierten Reproduktion“ des Wissenschaftlichen Beirats der Bundes­ärzte­kammer und Mitglied im Kuratorium der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ des Bundesfamilienministeriums. Woopen hält die Präimplantationsdiagnostik unter bestimmten Voraussetzungen für ethisch vertretbar, begrüßt gleichzeitig aber auch einen gesellschaftlichen Diskurs.

Sie hat von 1998 bis 2002 eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Studie zum Thema „Selektion aufgrund genetischer Diagnostik? Medizinische, ethische und juristische Aspekte der Präfertilisations- und Präimplantationsdiagnostik“ durchgeführt und zahlreiche Beiträge zu dieser Thematik veröffentlicht.
Gisela Klinkhammer
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