ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 2/2008VDE-Studie: Telemonitoring bei Diabeteserkrankungen

SUPPLEMENT: PRAXiS

VDE-Studie: Telemonitoring bei Diabeteserkrankungen

Dtsch Arztebl 2008; 105(18): [2]

Krüger-Brand, Heike E.

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Foto: VDE_Fotolia
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Mehr als sieben Millionen Diabetiker sind allein in Deutschland in Behandlung, weitere 3,5 Millionen wissen noch nichts von ihrer Krankheit. Diabetes kostet das deutsche Gesundheitswesen jährlich mehr als 30 Milliarden Euro. Davon ließe sich nach Meinung des VDE – Verband der Elektrotechnik, Elektronik durch den Einsatz von Telemonitoring ein Milliardenbetrag einsparen (www.vde.com). Trotz geringeren Aufwands würde sich die gesundheitliche Situation der Kranken verbessern sowie die Zahl der Neu- und Folgeerkrankungen verringern. Diabetiker haben außerdem ein erhöhtes Risiko für zahlreiche andere kostenintensive Leiden, wie etwa Herzerkrankungen. Durch Telemonitoring ließ sich die medizinische Betreuung und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, heißt es im VDE-Positionspapier „Telemonitoring zur Prävention von Diabeteserkrankungen“. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten reicht dabei von präventiven Maßnahmen bis hin zur Diagnostik und Therapiesteuerung von erkrankten Patienten. Gleichzeitig werden durch den Einsatz von Telemonitoring die Kosten gesenkt. Derzeit werden 30 Prozent der Gesamtkosten der gesetzlichen Krankenversicherung von knapp zehn Prozent der Versicherten mit Diabetes mellitus verursacht. Hierbei entfällt der größte Teil der Kosten auf die stationäre Behandlung der Folgeerkrankungen. Nach der VDE-Studie verursachen durch Telemonitoring gut eingestellte Diabetespatienten bis zu 90 Prozent weniger Betreuungskosten als Patienten mit einem dauerhaft zu hohen Blutzuckerwert, die häufiger stationär behandelt werden müssen. Der Verband fordert daher, die Integration der Telemedizin in das Gesundheitswesen voranzutreiben. Das umfasst auch eine Regelung für die Kostenerstattung durch die Krankenkassen. KBr

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