ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 2/2008Gesundheitskarte: Ein Test ist ein Test

SUPPLEMENT: PRAXiS

Gesundheitskarte: Ein Test ist ein Test

Dtsch Arztebl 2008; 105(18): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Wer etwas testet, prüft, ob bestimmte Merkmale erfüllt sind, zum Beispiel in Funktions- oder Eignungstests. Wäre das Ergebnis schon vorher bekannt, bräuchte man nicht zu testen. Negative Ergebnisse, Irrtümer und das Feststellen von Mängeln gehören zu einem Test dazu – wie anders sollte man lernen? Das gilt auch für die Tests der elektronischen Gesundheitskarte. Beispiel Testregion Flensburg: Dort haben die Ärzte vorläufig (!) den Test der freiwilligen Anwendung „Schreiben des Notfalldatensatzes auf die Karte“ ausgesetzt, weil Probleme mit der PIN-Eingabe sowohl bei Patienten als auch bei Ärzten aufgetreten sind. Ein gefundenes Fressen für Kritiker des Projekts und einige Medien, die sofort ein Desaster des gesamten Vorhabens heraufbeschwören („Gescheiterter Praxistest“, Der Spiegel; „Gesundheitskarte auf der Kippe“, Financial Times Deutschland). Der Balanceakt zwischen Praktikabilität und Datenschutz muss jedoch erst einmal unter Alltagsbedingungen vollzogen werden. In Flensburg heißt der Lösungsvorschlag, der auch von der Betriebsgesellschaft Gematik und dem Datenschutzbeauftragten unterstützt wird: Die behandelnden Ärzte können von Patienten autorisiert werden, an ihrer Stelle die PIN einzugeben. Damit bestehe eine gute Basis zur Fortführung der Tests der Notfalldaten, so die Gematik. Für Ärzte können dagegen Lösungen wie die Komfortsignatur künftig Erleichterungen im Alltag schaffen. Selbstverständlich ist auch das noch zu testen. Heike E. Krüger-Brand

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