ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2008Krankenhaushygiene: Ein Drittel nosokomialer Infekte vermeidbar

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Krankenhaushygiene: Ein Drittel nosokomialer Infekte vermeidbar

Dtsch Arztebl 2008; 105(18): A-921 / B-801 / C-789

Siegmund-Schultze, Nicola

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Unnötige Infekte verhindern: Experten fordern mehr Hygienefachpersonal und von der Politik das dafür notwendige Geld. Foto: Peter Wirtz
Unnötige Infekte verhindern: Experten fordern mehr Hygienefachpersonal und von der Politik das dafür notwendige Geld. Foto: Peter Wirtz
Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) fordert, die Notwendigkeit für Hygienefachpersonal in Krankenhäusern im Infektionsschutzgesetz zu verankern. Ohne eine gesetzliche Regelung ließen sich die Anforderungen an die Hygiene im stationären Bereich nicht flächendeckend umsetzen, sagte Prof. Dr. med. Axel Kramer, Präsident der DGKH.

In Deutschland sterben nach Angaben der DGKH jährlich 20 000 bis 40 000 Menschen an den Folgen nosokomialer Infektionen. Ein Drittel der tödlichen und nicht tödlichen Infekte sei vermeidbar, so der Sprecher der DGKH, Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow, vom Vivantes-Klinikum Berlin zum Deutschen Ärzteblatt. Kliniken mit mehr als 450 Betten benötigten einen hauptamtlich tätigen Krankenhaushygieniker, die übrigen einen beratenden Facharzt. Das entspreche einem Bedarf von etwa 400 hauptamtlichen Hygienefachärzten, es gebe aber nur 80 bis 100. Auch die Stellen von Hygienefachpflegekräften seien mit nur etwa 60 Prozent des tatsächlichen Bedarfs unterbesetzt.

Der Personalschlüssel für Hygienefachpflegekräfte müsste laut DGKH sein: Eine Stelle für eine Klinik mit 300 Bettten bei hohem Infektionsrisiko, bei mittlerem Infektionsrisiko eine Fachkraft für eine Klinik mit 600 Betten und bei niedrigem Infektionsrisiko eine Hygienefachpflegekraft für ein Krankenhaus mit 1 000 Betten nsi
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