ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2008Ärztliche Führung: Ärzte sind keine Untergebenen
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. . . Wir sind alle Ärzte mit mehr und weniger Erfahrung und Ausbildung, aber das gibt keinem von uns das Recht, den anderen als seinen „Untergebenen“ zu betrachten (was nicht heißt, dass Anweisungen nicht ausgeführt werden, aber auch nicht bedeutet, dass die Meinung des Assistenzarztes als anmaßende Kritik gewertet wird . . .). Der Ansatz zu Veränderungen muss im Denken und im Handeln von Chefärzten und Oberärzten liegen. Die nachrückende Generation bringt da bereits langsam Veränderungen mit, hilfreich ist aber auch ein „gewisser Druck“ von außen. Der Fortgang von deutschen Ärzten ins Ausland mag zwar mit ein Grund dafür sein, aber eher der geringste. Der Grund liegt ganz woanders, aber darum geht es hier nicht. Das Curriculum ist mit Sicherheit eine prima Idee, aber sollte auch für die in der Ausbildung schon fortgeschrittenen Assistenzärzte zugelassen sein (auch ohne großen Führungsanspruch), damit auch diese einen besseren Einblick in die Strukturen um sich herum erlangen und ihre Arbeit effektiver gestalten können und nicht weiter als unwissende „Hamster im Rad“ weiterlaufen . . .
Tom J. Lohmann, Achillesstraße 23, 13125 Berlin

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