ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2008Das Gesundheitswesen Rumäniens

THEMEN DER ZEIT

Das Gesundheitswesen Rumäniens

Dtsch Arztebl 2008; 105(19): A-1000 / B-871 / C-851

Merten, Martina

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Gesundheitsstaatssekretär Ervin Székely Foto: Martina Merten
Gesundheitsstaatssekretär Ervin Székely Foto: Martina Merten
- Finanzierung: über Krankenkassenbeiträge. Der derzeitige Beitragssatz von zwölf Prozent wird paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert (Kinder und Jugendliche, Behinderte, Veteranen und Arbeitslose sind beitragsbefreit).
- Kran­ken­ver­siche­rung: Seit 1998 gibt es den „National Health Insurance Fund“, bestehend aus 42 regionalen „District Health Insurance Funds“. Das Gesetz zur Einführung einer Kran­ken­ver­siche­rung („Law on Social Health Insurance“) hat die Regierung 1997 erlassen. Die regionalen Krankenkassen schließen mit den Leistungserbringern (Krankenhäuser, Ambulanzen, Gesundheitszentren) Verträge ab. Einmal jährlich verhandelt die Nationale Krankenkasse gemeinsam mit dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium den Leistungskatalog (woran theoretisch auch die Ärzteschaft beteiligt ist). Der derzeitige Versicherungsschutz deckt die Akutversorgung, Arzneimittel zur Behandlung chronischer Erkrankungen sowie einen Teil der zahnmedizinischen Behandlung ab; kosmetische und reproduktive Leistungen sind ausgeschlossen, ebenso Brillen.
- Typus der Kran­ken­ver­siche­rung: Volks- beziehungsweise Bürgerversicherung mit Pflichtmitgliedschaft der Gesamtbevölkerung
- Private Kran­ken­ver­siche­rung: Private Vollversicherungen gibt es nicht, jedoch seit 2004 private Zusatzversicherungen.
- Selbstbeteiligung/Zuzahlung: Dem nationalen Statistikbüro zufolge machen „Selbstzahlungen“ 30 Prozent der Gesamtausgaben für Gesundheit aus (darin sind auch Schwarzzahlungen enthalten), Zuzahlungen in Form einer Praxisgebühr oder im Krankenhaus fallen nicht an; insgesamt liegt Rumänien mit der Höhe der Zuzahlungen an der Spitze der OECD-Staaten.
- Ambulante Versorgung: in Einzelpraxen,
Gesundheitszentren und privaten Polikliniken
- Stationäre Versorgung: in Universitätskliniken und Allgemeinkrankenhäusern
- Gehalt der Ärzte: zwischen 300 und 1 500 Euro MM
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