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. . . Zum Glück habe ich noch nicht viele Kollegen benötigt, aber alle haben nur das normale Kassenhonorar für mich erhalten. Trotzdem bin ich immer in jeglicher Hinsicht gut behandelt worden. Die einzige Rechnungsermäßigung habe ich als Selbstzahlerin bei einer Kollegin mit reiner Privatpraxis einmal bekommen, als ich arbeitslos war. Ich würde mich heute, wo ich „normal“ verdiene, schämen, den Kollegen das ihnen zustehende Honorar zu verweigern, für das sie arbeiten, nur weil ich Kollegin bin. Noch mehr, wenn ich es von einer Krankenkasse ersetzt bekommen würde. Wir nagen wahrhaftig alle nicht am Hungertuch, und die Kollegen früher haben ja kräftig gespart. Ob man befreundeten Kollegen eine Freundschaftsrechnung macht, bleibt jedem unbenommen, aber den Anspruch auf Ermäßigung, nur weil man zufällig den gleichen Beruf hat, finde ich unverschämt. In Zeiten, in denen eine immer größere Gruppe von Menschen Reallohnverluste hinnehmen muss und der Abstand zwischen Arm und Reich immer größer wird, halte ich Rabatte für Kollegen, die nicht arm sind, nur um Beiträge zu sparen, für vollkommen unangemessen und unsolidarisch . . . Etwas mehr Bürgersolidarität statt Berufsgruppengeklüngel in einer immer noch privilegierten Berufsgruppe würde uns Ärzten sicher gut zu Gesicht stehen.

Dr. med. Almuth Boettiger, Hagenstraße 35, 37154 Northeim
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