ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2008Seronegative rheumatoide Arthritis: Erste große bundesweite Erhebung

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Seronegative rheumatoide Arthritis: Erste große bundesweite Erhebung

Dtsch Arztebl 2008; 105(19): A-1017

EB

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LNSLNS Patienten mit seronegativer rheumatoider Arthritis (RA) werden häufig erst spät diagnostiziert und sind nur unzureichend versorgt. Dies zeigt ein bundesweiter, dreistufiger Bevölkerungssurvey zur Versorgung von Patienten mit RA, der vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) in Kooperation mit Wyeth-Pharma durchgeführt wurde. Die Auswertung hat ergeben, dass etwa 20 Prozent der Befragten, die typische Beschwerden angegeben hatten, an einer RA litten. 55 000 zufällig ausgewählte Erwachsene waren befragt worden. Bei nur etwa 40 Prozent der Menschen mit RA war der Rheumafaktor positiv. In Studien unter Rheumatologen liegt dieser Anteil dagegen weit höher (etwa 65 Prozent). Darüber hinaus ergab der Survey, dass seronegative Patienten schwerer erkrankt und stärker in ihrer Gelenkfunktion beeinträchtigt waren als die seropositiven. Etwa die Hälfte der seronegativen RA-Fälle war zudem nur unzureichend mit lang wirksamen DMARDs (disease modifying antirheumatic drugs) versorgt.

Die Erhebung zeigte aber auch positive Entwicklungen: Im Vergleich zu einer Untersuchung aus dem Jahre 1989 war ein hoher Prozentsatz (93 Prozent) der Patienten mit einer RA oder einer anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankung mindestens einmal bei einem Rheumatologen gewesen (1989: 33 Prozent). Zwei Drittel der Patienten mit einer gesicherten RA-Diagnose sind aktuell in rheumatologischer (Mit-)Behandlung und profitieren davon mit einer deutlich niedrigeren Krankheitsaktivität. EB

Symposium „Die Versorgung von Patienten mit rheumatoider Arthritis in Deutschland“ in Berlin, Veranstalter: Wyeth Pharma GmbH
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