BRIEFE

Enhancement: Ergänzung

PP 7, Ausgabe Mai 2008, Seite 219

Weidner, Christian

Die Argumente für einen außermedizinischen Einsatz von Psychopharmaka greifen oft zu kurz (Heft 2/2008: „Eingriff in die personale Identität“ von Dr. Gereon Schäfer und Univ.-Prof. Dr. med. Dr. Dr. Dominik Groß).
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LNSLNS Zu den genannten Argumenten in dem anregenden Beitrag fällt mir noch eine Ergänzung ein: Zu bedenken ist, dass die Inanspruchnahme von Neuroenhancement die Gefahr einer Störung in der Selbstwirksamkeitserwartung („self-efficacy“ nach A. Bandura) mit sich bringt. Das bedeutet im verhaltenstherapeutischen bzw. lerntheoretischen Sinn, dass ich mich von äußeren Einflüssen abhängig mache, um ein Ziel zu erreichen. Im Gegensatz dazu stellt eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung einen sehr wichtigen Faktor für die psychische Gesundheit und damit auch für die Gesamtgesundheit eines Individuums dar. Etwas aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe zu bewältigen, ist eine wesentliche positive Lern- und Lebenserfahrung.
Christian Weidner, MediClin Deister Weser Kliniken, Abteilung Psychosomatik und Verhaltenstherapie, Lug ins Land 5, 31848 Bad Münder
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