ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2008Praxisschliessungen: Nicht aufgerufen
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Herr Dietrich, Vorstandsmitglied der Freien Ärzteschaft, hat gegenüber Ihrem Blatt behauptet, dass sich der MEDI-Verbund bei den Praxisschließungen deshalb zurückgehalten habe, weil derzeit in Baden-Württemberg Vertragsverhandlungen mit der AOK zu einem Vertrag nach § 73 b SGB V liefen. Herr Dietrichs Einschätzung ist völlig falsch und hat bei unserem Vorstand für großen Unmut gesorgt. Tatsächlich war es nämlich so, dass die Protestaktion intern in der „Arbeitsgruppe Systemausstieg“ diskutiert wurde, zu der außer MEDI Deutschland auch die Freie Ärzteschaft, der BVÄG und der Bayerische HÄV gehören. Dabei wurde vonseiten des MEDI-Verbunds kritisiert, dass der Praxisschließungsaktion eine konkrete Zielsetzung fehle und dass unsere Mitglieder aus Erfahrungen der Ärzteproteste von 2006 ein- oder mehrtägige Praxisschließungen als Form des Protests mittlerweile als unwirksam einstuften. Darüber hinaus hat die Freie Ärzteschaft ihre Aktion ohne vorherige Absprache mit den anderen Verbänden ins Leben gerufen. Um die Aktion dennoch nicht zu konterkarieren, hat MEDI die Praxisschließungen öffentlich zwar unterstützt, aber erklärt, dazu nicht explizit aufgerufen zu haben. In der ganzen Diskussion innerhalb der oben genannten Arbeitsgruppe war jedoch nie die Rede davon, dass MEDI sich wegen derzeitiger Vertragsverhandlungen mit der AOK Baden-Württemberg nicht an der Protestaktion der Freien Ärzteschaft beteiligt.
Angelina Schütz, Pressesprecherin,
MEDI Baden-Württemberg, Industriestraße 2,
70565 Stuttgart
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