ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2008Endoskopie: Rascher Überblick

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Endoskopie: Rascher Überblick

Dtsch Arztebl 2008; 105(20): A-1074 / B-930 / C-910

Mössner, Joachim

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Stefan Kahl, Georg Kähler, Arno Dormann (Hrsg.): Interventionelle Endoskopie. Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, München, Jena, 2007, 432 Seiten, gebunden, 209 Euro
Stefan Kahl, Georg Kähler, Arno Dormann (Hrsg.): Interventionelle Endoskopie. Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, München, Jena, 2007, 432 Seiten, gebunden, 209 Euro
Die Entwicklungen in der diagnostischen und der stetig an Bedeutung gewinnenden therapeutischen Endoskopie in den letzten Jahrzehnten sind faszinierend. Das relativ kompakte Lehrbuch mit Atlas ist überaus geeignet, jedem „Einsteiger“ in die gastroenterologische Endoskopie einen raschen Überblick über die Anwendungsbereiche zu geben. Das Buch ist sicher auch geeignet, interessierten Endoskopieschwestern und -pflegern die Erkrankungen vorzustellen, die endoskopisch diagnostiziert und therapiert werden können. Im deutschsprachigen Raum ist mir kein kompakteres Buch zum Thema bekannt. Die überwiegend sehr guten, illustrativen Endoskopiebilder, Tabellen und Grafiken erhöhen den didaktischen Stellenwert. Die Zweiteilung des Werks in einen Überblick über die Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts aus „endoskopischer“ Sicht und in einen zweiten Teil mit Darstellung der Verfahren ist zu begrüßen.

Bei einem Vielautorenbuch ist ein einheitlicher Aufbau der Kapitel nur schwer zu erreichen. Auch sollten Lehrbücher nur gesichertes Wissen vermitteln. Hier vermisse ich bei einigen Autoren eine gewisse kritische Distanz: Statt aufzuzählen, was alles in der Endoskopie möglich ist, wäre eine Wertung des einen oder anderen Verfahrens wünschenswert gewesen, desgleichen Hinweise auf den Evidenzgrad mancher Aussagen. So ist es gerade für den „Einsteiger“ in die Endoskopie wenig hilfreich, wenn alle Chromoendoskopieverfahren in der Diagnostik des Barrett-Ösophagus aufgeführt werden, aber nicht gesagt wird, dass die Chromoendoskopie nicht zu einer eindeutig höheren Nachweisrate der hochgradigen Neoplasie geführt hat. Es stört, wenn Aussagen in einigen Kapiteln nicht durch ein Literaturverzeichnis belegt werden, andere Kapitel hingegen zwei Seiten Literaturzitate aufführen. Joachim Mössner
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