ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2008Ärztewanderung: Arbeitsbedingungen verbessern
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Die Beschreibung der Wanderungsbewegungen bei Ärzten lässt eher an die Schilderung einer unabänderlichen soziobiologischen Gesetzmäßigkeit, wie zum Beispiel an die Migrationsbewegung bei Lemmingen oder Heuschrecken, denken, als an die Folgen falscher organisatorischer Maßnahmen mit unzumutbaren Arbeitsbedingungen für deutsche Ärzte in der Heimat. Die Arbeitsbedingungen müssen endlich so weit verbessert werden, dass ein Abwandern weder nötig noch attraktiv erscheint. Der Patient wird um ein Gut gebracht, für das er in der Solidargemeinschaft bezahlt hat. Es ist dem deutschen Steuerzahler nicht zuzumuten, erst Geld für die teure Medizinerausbildung bereitzustellen, und dann nicht dafür zu sorgen, dass das Bezahlte auch als Dienstleistung im Land bleibt . . . Ich denke, es ist besser zu bleiben und zu versuchen, die Verhältnisse zu ändern, als ins Ausland zu flüchten. Die verantwortlichen politischen Gremien und unsere Standesvertretungen sind dringend gefordert, eine entscheidende und nachhaltige Weichenstellung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vorzunehmen, damit in Zukunft gut ausgebildetes und in jeder Hinsicht qualifiziertes Personal Deutschland nicht verlassen muss und der hohe Standard für die bestmögliche Versorgung unserer Patienten gewährleistet bleibt . . .

Dr. med. Wolf-Bernd Eichler, Georgstraße 13, 31848 Bad Münder
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