ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2008Hypertonie: Gelungene Mischung

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Hypertonie: Gelungene Mischung

Dtsch Arztebl 2008; 105(21): A-1138 / B-982 / C-962

Burgstett, Oliver A.

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Bluthochdruck ist die Volkskrankheit Nr. 1; in Deutschland gehen jährlich mehr als 400 000 Todesfälle auf das Konto „Bluthochdruck“ und seiner Folgeerkrankungen. Prof. Tomas Lenz, ärztlicher Leiter des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation in Ludwigshafen und Lehrstuhlinhaber an der Frankfurter Universität, hat 50 Koautoren für die Erstauflage seines Lehrbuchs gewinnen können. Er versucht recht erfolgreich, die gesamte Palette der Hypertonie inklusive der jeweils verschiedenen fachärztlichen Facetten abzudecken. Seine Koautoren sind Mitglieder der „Deutschen Hochdruckliga“ und – wie er selbst – sehr an einer Leitlinienorientierung interessiert. So verwundert es kaum, dass das Buch zur Zusatzweiterbildung zum „Hypertensiologen DHL“ geeignet ist. Als Nephrologe ließ Lenz es sich nicht nehmen, über die „renovaskuläre Hypertonie und ischämische Nephropathie“ selbst zu schreiben, aber auch „arterielle Hypertonie bei Patienten mit Diabetes mellitus“ und „Hochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft“ sind von ihm verfasste Kapitel.
Dieses Buch ist die Frucht fünfjähriger Arbeit, und trotz exponentieller Wissensvermehrung ist das Buch auf der Höhe des aktuellen wissenschaftlichen Standes; selbst der Renininhibitor „Aliskiren“ ist zumindest als Stichwort erwähnt. Dass zu dem neuen hoffnungsvollen Standbein der antihypertensiven Medikation noch keine ganzen Kapitel verfasst wurden, ist nachvollziehbar.

Einen Minuspunkt gibt es für die Erläuterungen zu einigen Abbildungen, hier wären weiterführende Informationen sinnvoll gewesen. Die einzelnen Antihypertensivaklassen sind mit ausreichendem Tiefgang dargestellt. Auch die medikamentöse Notfallbehandlung mit Dosierungsanleitung, Wirkeintritt und Wirkungsdauer ist schematisch einwandfrei vorgetragen, jedoch würde eine farbliche Abhebung der praxisrelevanten Fakten deren Bedeutung unterstreichen.

Als Resultat liegt eine gelungene Mischung aus Lehrbuch und Nachschlagewerk vor, in dem unter der Rubrik „Fazit für die Praxis“ das zu verinnerlichende Wissen kurz und knapp ergänzt wird. Oliver A. Burgstett
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