ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2008Amputation/Prothesen: Vertraut mit der Materie

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Amputation/Prothesen: Vertraut mit der Materie

Dtsch Arztebl 2008; 105(21): A-1138 / B-982 / C-962

Karpa, Martin

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Das Werk der beiden Schweizer Autoren basiert auf einer mehr als 40 Jahre währenden Zusammenarbeit des Chirurgen und Orthopäden René Baumgartner und des Orthopädietechnikers Pierre Botta; es spiegelt die langjährige praktische Erfahrung beider auf dem Gebiet der Amputation und Prothesenversorgung wider. Die Verfasser legen besonderen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der inhaltlichen Gestaltung. „Amputationschirurgie und Prothesenversorgung sind siamesische Zwillinge, auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden“, wie Baumgartner es treffend formuliert.

Die Neuauflage umfasst die Amputation und Prothesenversorgung an der oberen und unteren Extremität in einem Band und liefert Ergänzendes über Physiotherapie, Ergotherapie und Rehabilitationsmedizin zu den beiden Hauptthemen. Während im Kapitel „Ätiologie“ auf die Ursachen von Amputationen eingegangen wird, folgen im Anschluss die Kapitel zur Indikation der Amputation sowie die Wahl der optimalen Amputationshöhe, bevor die Grundprinzipien der Amputation und der Prothesentechnik dargelegt werden. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der Ganganalyse, das heißt den Bewegungsabläufen des gesunden Menschen im Vergleich zu einem Beinamputierten. Der Übergang zum speziellen Teil führt zunächst über die Themen Physio- und Ergotherapie. Hier werden die Amputationstechniken je nach Amputationshöhe beschrieben. Das Werk wird komplettiert durch weitere Kapitel über Stumpfprobleme und Rehabilitation.

Die dritte Auflage hebt sich in ihrem Erscheinungsbild deutlich von ihren Vorgängern ab. Das Bildmaterial ist umfangreicher, in Farbe und wirkt bereichernd. Einprägsame Grafiken, übersichtliche Tabellen und das Betonen wichtiger Inhalte in Form von farbig hinterlegten Merksätzen erleichtern das Studium und steigern den Wert des Buchs. In allen Kapiteln spürt man die Vertrautheit der Autoren mit der Materie.

Bereits jetzt kann dieses umfangreiche Werk als Standardwerk über die Amputation und Prothesenversorgung im deutschsprachigen Raum angesehen werden. So ist es umso bedauerlicher, dass die aktuelle Literatur leider keine Berücksichtigung fand. Der interessierte Leser wird bereits im Vorwort auf das Internet verwiesen. Vorbehaltlos kann dieses eindrucksvolle Buch als gelungene Zusammenfassung jedem empfohlen werden, der sich mit dieser Materie beschäftigt. Martin Karpa
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