ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2008Thomas A. Bayer: Ausbilder für junge Alzheimer-Forscher

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Thomas A. Bayer: Ausbilder für junge Alzheimer-Forscher

Dtsch Arztebl 2008; 105(21): A-1144 / B-988 / C-968

Hibbeler, Birgit

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Thomas A. Bayer Foto: Universität Göttingen
Thomas A. Bayer
Foto: Universität Göttingen
Rund 1,3 Millionen Demenzkranke gibt es in Deutschland – Tendenz steigend. Der Bedarf an Forschung ist riesig, denn eine kausale Therapie gibt es bisher nicht. Junge Wissenschaftler gezielt fit zu machen für die Alzheimer-Forschung: Das ist das Ziel eines europaweiten Alzheimer-Graduiertenkollegs. Diese „Forscher-Schmiede“ wird seit Beginn 2008 von der Universitätsmedizin Göttingen geleitet und koordiniert. Die Europäische Union fördert die Graduiertenschule bis 2010 mit 1,8 Millionen Euro.

„Die Graduiertenschule will junge Forscher aus ganz Europa an die Alzheimer-Forschung heranführen und sie auf einem hohen Qualitätsstandard ausbilden“, sagt Prof. Dr. rer. nat. Thomas A. Bayer (46), Leiter der Arbeitsgruppe Molekulare Psychiatrie, Universitätsmedizin Göttingen, und verantwortlich für die Koordination der Graduiertenschule. An dem Vorhaben beteiligt sich ein Konsortium aus Wissenschaftler aus Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die Vernetzung sei eine wichtige Grundlage für die Entstehung neuer Hypothesen zur Krankheitsentstehung und neuer Therapieansätze, erläutert Bayer. An die Forschung herangeführt werden die Nachwuchswissenschaftler in konkreten Projekten mit aktuellen Fragestellungen zur Alzheimer-Krankheit. Dabei lernen sie, moderne Forschungswerkzeuge unter anderem aus den Bereichen Biochemie, Molekularbiologie und Neuropathologie anzuwenden.

Der Molekularbiologe Bayer ist ein anerkannter Demenz-Forscher. Seit 2007 hat er eine Schwerpunktprofessur an der Medizinischen Fakultät in Göttingen. Birgit Hibbeler
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