ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2008Krebsregister: Meldepflicht wird vernachlässigt

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Krebsregister: Meldepflicht wird vernachlässigt

Dtsch Arztebl 2008; 105(22): A-1159 / B-999 / C-976

Gerst, Thomas

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LNSLNS Nicht alle onkologisch tätigen Ärzte oder Krankenhäuser in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen kommen der Meldepflicht ihrer Krebsfälle an das Gemeinsame Krebsregister (GKR) dieser sechs Bundesländer nach. Dies ergab eine Auswertung der Melderdatei des GKR. Trotz der bestehenden Meldepflicht wurde festgestellt, dass die ärztliche Meldetätigkeit weiterhin unter der 90-Prozent-Marke liegt. Für zuverlässige statistisch-epidemiologische Auswertungen und Aussagen etwa zur Trendentwicklung von Krebserkrankungen sei jedoch die Erfassung von mehr als 90 Prozent aller Krebserkrankungen erforderlich, betont der GKR-Verwaltungsausschuss.

Den Ärzten stehe es dabei frei, die Meldung direkt an das GKR zu richten oder aber ein Tumorzentrum beziehungsweise eine Nachsorgeleitstelle mit der Meldung zu beauftragen. Die Meldungen über die Tumorzentren und die Nachsorgeleitstellen werden vom Gemeinsamen Krebsregister favorisiert, da die Meldungen dort bereits einem Qualitätscheck unterworfen würden und in hochwertig aufgearbeiteter Form das GKR erreichten. TG
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