ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2008Neurologie: Wachsende Bedeutung

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Neurologie: Wachsende Bedeutung

Dtsch Arztebl 2008; 105(23): A-1289 / B-1114 / C-1090

Vogt, Thomas

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Marco Mumenthaler, Manfred Stöhr, Hermann Müller-Vahl (Hrsg.): Läsionen peripherer Nerven und radikuläre Syndrome. 9. Auflage. Thieme, Stuttgart, New York, 2007, 475 Seiten, gebunden, 149,95 Euro
Marco Mumenthaler, Manfred Stöhr, Hermann Müller-Vahl (Hrsg.): Läsionen peripherer Nerven und radikuläre Syndrome. 9. Auflage. Thieme, Stuttgart, New York, 2007, 475 Seiten, gebunden, 149,95 Euro
Das Buch, das als deutschsprachiges Standardwerk der peripheren Neurologie gelten kann, erscheint nunmehr in der neunten Auflage. Die Einteilung in einen „Allgemeinen Teil“ mit Grundlagen, Untersuchungsverfahren, Pathogenetik und allgemeinen Therapieaspekten sowie in einen Teil mit Darstellung einzelner peripherer Krankheitsbilder und Syndrome wurde beibehalten und darf weiterhin als umfassend bezeichnet werden.

Ergänzungen gegenüber den vorangegangenen Auflagen betreffen vor allem den allgemeinen Teil, in dem etwa die MRT-Bildgebung und die Sonografie, die beide in der Diagnostik peripherer Läsionen deutlich besser evidenzbasiert sind, ausführlicher dargestellt werden.

Änderungen findet man zum Beispiel im Abschnitt über die elektrophysiologische Diagnostik, in den viele neue und anschaulichere Abbildungen eingefügt sind. Der Beitrag über die genetischen Faktoren wurde um die „hereditäre neuralgische Amyotrophie“ ergänzt, wobei das Buch bewusst den Bereich der Polyneuropathien ausspart. Im Abschnitt „Allgemeines zur Therapie“ wird der Aspekt der Physiotherapie und der Schmerzbehandlung stärker hervorgehoben. Hier wäre, die Schmerztherapie betreffend, vielleicht eine etwas ausführlichere Darstellung auch unter Berücksichtigung der Pharmakotherapie wünschenswert gewesen.

Die klinischen Bilder und Syndrome sind in ihrer Phänomenologie auch in den vorangegangenen Auflagen schon sehr umfassend beschrieben worden, ihre Darstellung wird durch eine häufigere Verwendung fotografischer Abbildungen erweitert. Angepasst wurden aber neue Therapieaspekte, wobei auf Leitlinien, wie etwa die der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, verwiesen wird.

Sinnvoll war sicherlich auch das Bestreben der Autoren, die Literaturzitate, deren Zahl in der letzten Auflage auf 1 600 gestiegen war, zu aktualisieren und auf relevante 850 zu kürzen.

Die Bedeutung dieses Buchs wächst mit der leider immer geringer werdenden klinischen Erfahrung mit peripheren Nervenläsionen während der Facharztausbildung im Krankenhaus; es ist jedem klinisch tätigen Neurologen zu empfehlen.
Thomas Vogt
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