ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2008Reihe Internationale Psychotherapie: Japan – Zwischen Tradition und westlichen Einflüssen

THEMEN DER ZEIT

Reihe Internationale Psychotherapie: Japan – Zwischen Tradition und westlichen Einflüssen

PP 7, Ausgabe Juni 2008, Seite 264

Sonnenmoser, Marion

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Die Rolle klinischer Psychologen ist zwiespältig: Sie übernehmen wichtige Funktionen in der Gesundheitsversorgung, andererseits scheuen sich viele Japaner, bei psychischen Problemen Hilfe zu suchen.

Klinische Psychologie und Psychotherapie haben in Japan eine wechselvolle Geschichte. Erste Ansätze, eine westlich geprägte Psychologie einzuführen, gab es bereits nach der Meiji-Restauration (1868). So kehrte beispielsweise der Philosoph Shoichi Toyama nach seinem Studium an der Universität Michigan (USA) an die Universität Tokio (Japan) zurück und setzte sich dort mit Wahrnehmung, Kognitionen, Emotionen, Gewohnheiten, Wille und Gedächtnis auseinander. Er und andere japanische Wissenschaftler beschäftigten sich zudem mit Somnambulismus und Spiritualismus, und Psychiater an der Universität Tokio behandelten hysterische Patienten mit suggestiven Techniken (zum Beispiel Hypnose) und Elektrotherapie nach Franz Anton Mesmer.
Ein weiterer Vorreiter der Psychologie in Japan war Yuzero Motora. Er stammte aus einer Samurai-familie, hatte in den USA studiert und lehrte ab 1890 Psychologie an der Imperial-Universität (Japan). Er beschäftigte sich mit Aufmerksamkeitsprozessen, entwickelte Aufmerksamkeitstrainings für lernbehinderte Grundschüler und veröffentlichte seine Forschungsergebnisse unter anderem in der deutschen Zeitschrift für Kinderforschung (1911). Zu Motoras Schülern gehörte Tomokichi Fukurai, der ab 1908 an der Tokio-Imperial-Universität (Japan) lehrte. Sein Interesse galt anfangs der experimentellen Forschung, Hypnose und abnormalen Phänomenen, dann aber wandte er sich zunehmend der Parapsychologie zu und beschäftigte sich mit Hellsehen und Gedankenlesen. Er glaubte, dass entsprechend begabte Personen den Inhalt ihrer Gedanken auf eine Fotoplatte projizieren könnten, ohne eine Kamera zu benutzen, und nannte diese Technik „Gedankengrafie“ oder „Nen-Grafie“. Mit seinen Experimenten erweckte er viel Aufmerksamkeit, aber auch Misstrauen, und schon bald wurde ihm Betrug vorgeworfen, den er aber von sich wies. Es kam zum Skandal, und Fukurai wurde entlassen. Seine Forschungen hatten den Ruf der Psychologie in Japan ruiniert, und obwohl ein anderer Schüler Motoras, der Universitätsprofessor Matataro Matsumoto von der Tokio-Imperial-Universität, eine Hinwendung zu „normalen“ psychologischen Phänomenen forderte, um die Glaubwürdigkeit der wissenschaftlichen Psychologie wiederherzustellen, stagnierte die Entwicklung des Fachs von nun an.
Psychoanalytische Einflüsse
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trafen japanische Psychiater und Wissenschaftler wie Hikozo Kakise, Marui Kiyoyasu und Heisaku Kosawa in Österreich und den USA Sigmund Freud, C. G. Jung und andere Psychoanalytiker und führten in Japan die Psychoanalyse ein, die daraufhin nicht nur Psychologie und Psychiatrie, sondern auch die Küns-te und andere gesellschaftliche Bereiche beeinflusste. Durch Kakise und Kollegen erlebte die westlich geprägte, klinische Psychologie zwischen 1912 und 1926 einen deutlichen Aufschwung in Japan.
Gleichzeitig entstanden aber auch Therapien, die ihre Wurzeln in den einheimischen Traditionen, insbesondere im Buddhismus haben. Eine dieser Therapien ist die Morita-Therapie (1928), benannt nach deren Begründer, dem Psychiater Masatake (Shoma) Morita. Er litt in seiner Jugend unter neurotischen Symptomen und Ängsten, wurde psychiatrisch behandelt und entwickelte als eine Art Selbsthilfe eine Therapie, die die Akzeptanz des Schicksals und den Einklang des Menschen mit der Natur zum Ziel hat. Der Klient kämpft nicht und wehrt sich nicht, sondern nimmt das Leben widerspruchslos hin, auch neurotische Ängste. Er versucht, mit allem in Frieden zu leben und achtsam zu werden. Dadurch unterbricht er Kreisläufe und Gewohnheiten und gewinnt Einblick in sein Inneres sowie neue Sichtweisen seines Lebens und der Welt. Die Therapie gliedert sich in vier Phasen, wobei der Klient zunächst innehält und sich eine Auszeit nimmt; dann steigert er allmählich wieder seine Aktivität bis hin zu starker Anstrengung. Wichtig ist dabei, dass er das, was er im Ruhezustand gelernt hat, in sein Leben integriert und fortan ausgeglichener, geordneter und mit neuem Bewusstsein für die Natur lebt.
Die Große Depression, der Ausbruch des Pazifikkrieges (1937) und der drohende Zweite Weltkrieg führten dazu, dass die japanische Regierung Gelder für wissenschaftliche Ausbildung und Forschung in den 1930er-Jahren weitgehend strich. Psychologen und Psychiater wurden in den Kriegsdienst eingezogen und während des Krieges zunehmend in der Versorgung und Rehabilitation von Verwundeten eingesetzt. Beinahe alle akademischen Aktivitäten lagen in dieser Zeit danieder.
Nach der Kapitulation Japans (1945) und der Besatzungszeit (1945– 1952) kam es zu großen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die auch die Wissenschaft und das Bildungssystem betrafen und die Psychologie zu einem wichtigen Bestandteil der wissenschaftlichen und demokratischen Erziehung machten. Die Besatzer (hauptsächlich US-Amerikaner) ließen die klinische Psychologie in Japan wieder aufleben und wiesen den Psychologen neben den klassischen auch neue Aufgaben zu, zum Beispiel in Beratung, Erziehung und Wirtschaft. Die klinische Psychologie wurde sehr populär, was bis heute der Fall ist, und westliche Einflüsse, wie etwa die Verhaltenstherapie (eingeführt 1956) und die nichtdirektive Beratung (nach Carl Rogers), wurden von japanischen Psychiatern und Psychologen begeistert aufgenommen.
Durch Medidation zu Einsicht und Selbsterkenntnis
Doch auch in dieser Zeit gab es wieder eine Art Gegenbewegung zur „Verwestlichung“ des Therapieangebots. 1954 begründete der Buddhist Ishin Yoshimoto die Naikan-Therapie und eröffnete das erste Naikan-Center. Die Naikan-Therapie zeigt einen Weg auf, der durch Aufmerksamkeit, meditative Aufarbeitung und stille, intensive Betrachtung der eigenen Lebensgeschichte alte Blockaden und Beziehungsmuster auflösen und zu Einsicht und Selbsterkenntnis führen soll. Der Klient stellt sich drei Fragen, nämlich was ein ihm nahe stehender Mensch (zum Beispiel die Mutter) in einem bestimmten Zeitraum (meist in 5-Jahres-Schritten) für ihn getan hat, was er für diesen Menschen in dem Zeitraum getan hat und welche Schwierigkeiten er diesem Menschen in diesem Zeitraum bereitet hat. Die Fragen werden innerlich, in der Stille beantwortet. Es werden nur tatsächliche Ereignisse erinnert, und der Klient versucht, mit Beschämung umzugehen, Selbstzentriertheit zu überwinden und Lösungen zu finden, um zu einer intensiven Versöhnung mit den Eltern und Angehörigen und letztlich zu einer veränderten Wahrnehmung der Welt zu gelangen.
Mitte der 60er-Jahre wurden erstmals Rufe nach Akkreditierung des Psychologenberufs laut. 1964 gründeten Psychologen die Japanische Gesellschaft für klinische Psychologie (Japanese Association of Clinical Psychology, JACP), deren Bemühungen um eine staatliche Anerkennung jedoch an der damals vorherrschenden Kritik am Wissenschaftsbetrieb (Campus-Disput) und an internen Querelen scheiterten. 1982 fand die Gründung der Gesellschaft für japanische klinische Psychologie (Association of Japanese Clinical Psychology, AJCP) statt, die mit mehr als 15 000 Mitgliedern heute die größte unter den mehr als 30 Psychologenvereinigungen Japans ist. Aber auch ihr gelang es nicht, einen gesetzlich geregelten Zugang zu Ausbildung und Beruf und eine staatliche Anerkennung zu bewirken. Aus diesem Grund gab es in der Folgezeit zahlreiche Privatinitiativen, um eine Zertifizierung zu ermöglichen. So gründeten beispielsweise akademische Psychologenvereinigungen 1988 die Japanische Gesellschaft für zertifizierte klinische Psychologen (Japanese Society of Certified Clinical Psychologists, JSCCP) und die Japanische Zertifizierungskommission für klinische Psychologen (Japanese Certification Board for Clinical Psychologists, JCBCP), die mittlerweile mehr als 13 000 Psychologen zertifiziert haben. Viele Universitäten begannen, Ausbildungsprogramme zur Zertifizierung anzubieten. Trotz dieser Vorstöße ist das Zulassungsverfahren für Psychologen und Psychotherapeuten in Japan sehr unübersichtlich. Bis heute ist es ihnen nicht möglich, einen staatlich anerkannten Abschluss zu erwerben, was sich ungünstig auf ihre Beschäftigungsmöglichkeiten auswirkt.
Ungeschützte
Berufsbezeichnung
Da die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ in Japan nicht geschützt ist und keine formale Ausbildung erfordert, gibt es keine genauen Angaben über die Anzahl der Psychotherapieanbieter. Zudem darf sich jeder als Psychotherapeut ausgeben, weshalb Psychotherapie nicht nur von Ärzten und Psychologen, sondern beispielsweise auch von Sozialarbeitern, Pharmazeuten oder Zahnmedizinern praktiziert wird. Eine Übernahme der Kosten für eine zeitlich befristete Psychotherapie durch das staatliche Gesundheitssystem in Verbindung mit einer Zuzahlung durch den Klienten erfolgt nur, wenn Psychotherapie von einem Arzt verordnet wird. Der Gang direkt zum Psychotherapeuten ist daher nur möglich, wenn der Klient die Kosten selbst trägt.
Klinische Psychologen in Japan sind heutzutage in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig, beispielsweise in Schulen, Universitäten, Erziehungseinrichtungen, Sozialeinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Ihre Rolle in der Gesellschaft ist jedoch zwiespältig. Einerseits übernehmen sie wichtige Funktionen in der Gesundheitsversorgung oder in der Opferbetreuung nach Terroranschlägen oder Erdbeben und erfahren dadurch viel Beachtung in der Bevölkerung, andererseits haben viele Japaner Hemmungen, einen Psychologen oder Psychotherapeuten bei psychischen Problemen aufzusuchen. Die hohen Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung und die Scheu vor Psychotherapie fordern jedoch ihren Tribut. Wie Wissenschaftler des Nationalinstituts für Mentale Gesundheit in Tokio durch bevölkerungsrepräsentative Umfragen herausfanden, nimmt die Mehrzahl der psychisch oder psychiatrisch erkrankten Japaner, vor allem die weniger gebildeten, keinerlei medizinische oder therapeutische Hilfe in Anspruch.
So auch Frau A. aus dem Fallbeispiel (siehe Kasten). „Obwohl sie unter erheblichen Depressionen, Ängsten und psychosozialen Belas-tungen leidet, wäre es typisch für japanische Verhältnisse, wenn sie erst über Umwege in psychotherapeutische Behandlung käme“, meint Yoshinobu Kanazawa von der Meiji-Gakuin-Universität. Da Japaner sehr erziehungs- und leistungsorientiert sind, würden zunächst nicht die Probleme der Mutter, sondern hauptsächlich die schulischen Schwierigkeiten der Kinder auffallen und folgenden Prozess in Gang setzen: Der Klassenlehrer der Kinder spricht mit der Mutter und konsultiert einen schulischen Berater, der oft ein klinischer Psychologe ist. Lehrer und Berater beobachten die Kinder und empfehlen der Mutter, die Kinder zu einem Erziehungszentrum (Kyoiku-Center) zu bringen. Dort führen Psychologen parallele Gespräche mit der Mutter und den Kindern. Gemeinsame Gespräche mit allen Familienmitgliedern sind hingegen unüblich, weil die meisten japanischen Psychologen in individuellen Therapien ausgebildet und mit familientherapeutischen und systemorientierten Ansätzen nicht vertraut sind; darüber hinaus wird die Mutter als wichtigste Bezugsperson der Kinder angesehen. Der Vater und andere Familienmitglieder sind deshalb von Beratung und Therapie ausgeschlossen. Die bedeutsame Rolle der Mutter für die Kinder wird in Japan allerdings auch dahingehend ausgelegt, dass die Mutter für die Kinder und somit für deren Probleme allein verantwortlich ist. Mütter mit „nicht funktionierenden“ Kindern werden deshalb oft von Familienmitgliedern, Bekannten oder Kollegen beschuldigt, stigmatisiert oder als „Rabenmütter“ beschimpft.
Eine Methode, die vor allem bei der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern eingesetzt wird, ist das „Sandspiel“, das 1965 von Hayao Kawai eingeführt wurde. Beim Sandspiel handelt es sich um eine sprachfreie Technik, bei der der Klient in einem freien, kreativen Spiel den Sand in einem Sandkasten arrangiert, um unbewussten Vorgängen Ausdruck zu verleihen. Kawai wurde zum Sandspiel durch die Lehre Jungs inspiriert; er hat die Psychologie in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg nachhaltig beeinflusst und vertrat die Meinung, dass sich Geist und Psyche des Menschen dem Psychologen nur erschließen, wenn er in die anteilnehmende Beobachtung des Klienten auch Mythen, Märchen, Literatur, Kunst, Metaphern und Bilder aus dessen Kultur einbezieht.
Im Erziehungszentrum wird mithilfe projektiver und anderer Diagnoseverfahren bei Frau A. eine Depression festgestellt. Damit rückt sie zum ersten Mal selbst in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Da das Erziehungszentrum jedoch nicht für die Behandlung Erwachsener zuständig ist, wird Frau A. an einen Psychiater überwiesen. Sie kann nun eine örtliche psychiatrische Klinik, einen niedergelassenen Arzt oder eine Klinik für psychosomatische Medizin aufsuchen. Letztere heißen auf japanisch „shinryo-naika“, wobei „naika“ „innere Medizin“ bedeutet, was für japanische Ohren offenbar weniger bedrohlich klingt als „psychosomatisch“ oder „psychiatrisch“.
Psychodynamische Verfahren
seltener eingesetzt
Nur ein Arzt darf die Diagnose stellen und über die Behandlung entscheiden. Er führt die Psychotherapie dann entweder selbst durch oder verschreibt der Patientin Antidepressiva oder Tranquillizer und bezieht einen Psychotherapeuten mit ein. Welche Art von Psychotherapie Frau A. erhält, hängt hauptsächlich von der Ausbildung und den Vorlieben des Psychotherapeuten ab. In Japan sind drei Viertel (74 Prozent) der Psychotherapeuten eklektisch und zusätzlich humanistisch (51 Prozent), psychoanalytisch und jungianisch (42 Prozent), verhaltenstherapeutisch und kognitiv-behavioral (40 Prozent) oder systemisch (17 Prozent) orientiert. Eklektisch bedeutet, dass der Therapeut Konzepte, Hypothesen und Techniken von verschiedenen Therapierichtungen auswählt, sie an den jeweiligen Klienten und seine spezifischen Probleme anpasst und sie nacheinander oder gleichzeitig einsetzt.
Obwohl relativ viele Psychotherapeuten psychoanalytisch orientiert sind, werden Psychoanalyse und psychodynamische Verfahren immer seltener eingesetzt, denn das staatliche Gesundheitssystem vergütet langwierige Psychotherapien schlecht. Aus diesem Grund steigt das Interesse japanischer Therapeuten an kognitiv-behavioralen und Kurzzeittherapien. Benötigt ein Klient hingegen eine längere und intensivere Therapie, muss er sie aus eigener Tasche bezahlen.
„Für japanische Psychotherapeuten ist ein gutes Arbeitsbündnis mit dem Klienten eines der wichtigsten Ziele“, erklärt Kanazawa. Allerdings sind Symptomreduktion, Veränderung von Kognitionen oder Lösungen psychischer Probleme für sie eher nebensächliche Ziele, und auch ihre therapeutische Haltung entspricht einheimischen Vorstellungen, denn sie verstehen sich in erster Linie als Lotsen und Begleiter, die ihre Klienten anleiten, sich selbst besser kennenzulernen, aufmerksam für ihr Seelenleben zu werden und Verständnis für ihre Probleme zu erlangen. Sie stehen den Klienten bei, hören zu und versuchen, an deren innerer Erfahrungswelt teilzuhaben, intervenieren aber selten.
Nach dem Erstinterview, das auch Fragen nach den Umständen der Geburt, Geburtsgewicht oder Unfällen beinhalten kann, werden Behandlungsziele besprochen, die nach westlichen Vorstellungen ziemlich unbestimmt wirken. Sie bestehen beispielsweise darin, „besser mit den Kollegen auszukommen“, „sich energiegeladener zu fühlen“ oder „optimistischer und weniger ängstlich zu sein“. Der Therapieerfolg wird selten mithilfe von Testinstrumenten ermittelt und bleibt daher in der Regel subjektiv.
Neben der Stärkung des Selbstwertgefühls und des allgemeinen Befindens des Klienten wird manchmal auch an einer Verbesserung der Beziehungen zu den Familienmitgliedern oder den Kollegen gearbeitet, ohne diese jedoch persönlich einzubeziehen. Gruppentherapie oder Selbsthilfegruppen und -maßnahmen werden in Japan ebenfalls äußerst selten angeboten. Dazu meint Kanazawa: „Psychotherapie wird fast ausschließlich individuell und in Einzelsitzungen durchgeführt. Das steht jedoch im Widerspruch zur kollektivistischen Kultur Japans.“
Dr. phil. Marion Sonnenmoser


Kontakt:
Yoshinobu Kanazawa, Meiji Gakuin University, Department of Psychology, Shirokanedai 1-2-37, Minato-ku, Japan 108-8636, E-Mail: yk@psy.
mijigakuin.ac.jp


Fallbeispiel
Frau A. (30), verheiratet, leidet unter Depressionen und Ängsten. Sorgen bereiten ihr außerdem gewaltsame Ehestreitigkeiten, Auseinandersetzung mit den Eltern und der Schwiegermutter sowie Verhaltensauffälligkeiten ihrer beiden Kinder. Der zehnjährige Sohn spricht kaum, erbringt ungenügende Schulleistungen und lehnt Hilfe bei den Hausaufgaben ab. Die achtjährige Tochter ist kontaktscheu, wird von anderen Kinder zurückgewiesen und möchte nicht mehr zur Schule gehen.
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1.
Abeles N: A world of psychotherapy, part II: Psychotherapy around the world: A Sampler. Psychotherapy Bulletin 2006; 41(2): 4–8.
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Avatar #694799
diplpsych
am Sonntag, 18. Januar 2015, 21:15

USA

Hallo Frau Sonnenmoser,

sehr interessiert habe ich Ihre Artikel über Internationale PT verflogt. Ich bin auf der Suche nach entsprechenden Infos über die USA. Haben Sie zu diesem Thema evtl. auch schon einen Artikel verfasst?

Gruß KS

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