ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2008Kooperation: KBV und Rhön wollen eng zusammenarbeiten

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Kooperation: KBV und Rhön wollen eng zusammenarbeiten

Dtsch Arztebl 2008; 105(24): A-1310 / B-1130 / C-1106

Rieser, Sabine

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Ambulant und stationär besser verzahnen: KBV und Rhön- Klinikum AG haben eine strategische Kooperation vereinbart. Foto: dpa
Ambulant und stationär besser verzahnen: KBV und Rhön- Klinikum AG haben eine strategische Kooperation vereinbart. Foto: dpa
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wird im Rahmen einer strategischen Kooperation in Zukunft mit der Rhön-Klinikum AG (RKA) zusammenarbeiten. „Uns geht es darum, eine wohnortnahe, flächendeckende medizinische Versorgung und eine hohe Versorgungsqualität zum Wohl der Patienten zu sichern. Uns ist klar, dass wir dabei gemeinsam neue Wege gehen müssen“, betonte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Andreas Köhler. RKA-Vorstand Wolfgang Pföhler verwies darauf, dass angesichts der demografischen Entwicklung der Schlüssel zu einer hochwertigen Versorgung in einer engeren Zusammenarbeit von ambulantem und stationärem Bereich liege.

Möglich seien im Rahmen der Kooperation zahlreiche Varianten einer innovativen sektorenübergreifenden Versorgung, machten beide Vorstände klar. Konkrete Projekte gebe es aber noch nicht. „Wir werden unter anderem gezielt die Möglichkeiten des ambulanten Operierens oder der personellen Verzahnung fördern“, sagte Köhler. Nicht nur den Patienten, sondern auch jungen Ärzten ist nach seinen Worten ein anhaltendes Gegeneinander von ambulantem und klinischem Bereich nicht mehr zu vermitteln.

Pföhler verwies darauf, dass das Rhön-Klinikum bereits seit dem Jahr 2004 Medizinische Versorgungszentren an seinen Kliniken aufbaue. Im Rahmen der Kooperation will das Unternehmen seine Kenntnisse der ambulanten Versorgung erweitern. Im Gegenzug könnte die KBV von Rhöns Erfahrungen mit Weiter- und Fortbildungsangeboten gerade auch in ländlichen Regionen profitieren, ebenso von Projekten zur gemeinsamen Nutzung der medizinischen Infrastruktur oder Entwicklungen wie der elektronischen Patientenakte.

Köhler erklärte auf Nachfrage, möglicherweise würden derartige Kooperationen auch zu einer Lösung beim Streit um § 116 b SGB V führen. Die KBV hat unlängst den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss wegen zweier Beschlüsse verklagt, mit denen Zugangsvoraussetzungen für die ambulante spezialisierte Klinikbehandlung fixiert werden. Rie
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