ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2008Private Kran­ken­ver­siche­rung: Radikaler Vorschlag aus den eigenen Reihen

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Private Kran­ken­ver­siche­rung: Radikaler Vorschlag aus den eigenen Reihen

Dtsch Arztebl 2008; 105(25): A-1360 / B-1176 / C-1144

Flintrop, Jens

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„Allenfalls skizzenhaft niedergelegte Ideen.“ Der PKV-Vorsitzender Reinhold Schulte versuchte, die Lage zu beruhigen. Foto: vario images
„Allenfalls skizzenhaft niedergelegte Ideen.“ Der PKV-Vorsitzender Reinhold Schulte versuchte, die Lage zu beruhigen. Foto: vario images
Heftige Diskussionen hat ein internes Papier des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ausgelöst, das der „Financial Times Deutschland“ zugespielt wurde.

Demnach plädieren Allianz, AXA und Ergo für einen radikalen Umbau des Gesundheitssystems einschließlich einer Einheitsversicherung mit Grundschutz für alle Bürger. Die Einheitsprämien würden dann unabhängig vom Alter und Geschlecht gelten. Ziel der drei Branchenriesen ist es, dass gesetzliche und private Krankenversicherer dieselben Leistungen zu gleichen Tarifen anbieten und die Trennung zwischen den beiden aufgehoben wird. Die bisherige private Vollkostenversicherung als Alternative zur gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung würde durch eine solche Reform de facto abgeschafft. Um die Lücken der Grundversorgung abzudecken, könnten die privaten Versicherer Zusatzversicherungen anbieten.

Der Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) bemühte sich, entsprechende Meldungen herunterzuspielen. „Die Gerüchte, dass sich einzelne Versicherer für eine Einheitsversicherung aussprechen, gehen auf ein nicht beschlossenes Arbeitspapier einer vom GDV eingesetzten Arbeitsgruppe zurück“, stellte der PKV-Vorsitzende Reinhold Schulte klar. Das Arbeitspapier enthalte allenfalls skizzenhaft niedergelegte Ideen und habe nie Gremienreife erlangt. Schulte: „Es gibt im Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung kein einziges Gremium, das sich diese Ideen zu eigen macht.“ JF
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