ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2008Mobilfunk: Erste Entwarnung – aber weiterer Forschungsbedarf

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Mobilfunk: Erste Entwarnung – aber weiterer Forschungsbedarf

Dtsch Arztebl 2008; 105(26): A-1418 / B-1226 / C-1194

Richter-Kuhlmann, Eva

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Klärungsbedarfbei Kindern:Ob Handystrahlungfür sie gefährlichist,lässt sich noch nicht abschließendsagen. Foto:picture-alliance/Bildhuset
Klärungsbedarfbei Kindern:Ob Handystrahlungfür sie gefährlichist,lässt sich noch nicht abschließendsagen. Foto:picture-alliance/Bildhuset
Für Erwachsene birgt das Telefonieren mit dem Handy innerhalb der derzeit gültigen Grenzwerte kein gesundheitliches Risiko. Das ist das Ergebnis des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms, das das Bundesamt für Strahlenschutz vor sechs Jahren im Auftrag des Bundesumweltministeriums startete.

Ziel war es, die offenen Fragen zu möglichen gesundheitlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks zu klären. Dazu untersuchten Experten in 54 Studien die Strahlenbelastung im Alltag, mögliche nicht thermische Wirkmechanismen sowie akute und chronische Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder. In Wiederholungsstudien analysierten sie Hinweise auf mögliche Wirkungen hochfrequenter Felder, die zu Beginn des Forschungsprogramms vorgelegen hatten. Diese konnten jedoch nicht bestätigt werden. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden Grenzwerte und unspezifischen Gesundheitsbeschwerden – wie Kopfschmerzen und Schlafstörungen – war nicht nachweisbar.

„Dieses breit angelegte Forschungsprogramm hat bestehende Befürchtungen zu möglichen Gesundheitsgefahren des Mobilfunks, die es in Teilen der Bevölkerung gibt, nicht bestätigt. Wir wissen jetzt sehr viel mehr über den Schutz der Grenzwerte“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). „Wir werden aber trotzdem gezielt dort weiter forschen, wo wir noch Klärungsbedarf sehen.“ Das sei vor allem bei Kindern der Fall. Auch langfristige gesundheitliche Wirkungen seien noch nicht abschließend geklärt. ER
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