ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2008Rabattverträge: Ministerium erstattet Regierung Bericht

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Rabattverträge: Ministerium erstattet Regierung Bericht

Dtsch Arztebl 2008; 105(26): A-1419 / B-1227 / C-1195

Gieseke, Sunna

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Auswirkungen der Rabattverträge über Arzneimittel zwischen Krankenkassen und Pharmafirmen überprüft und dem Deutschen Bundestag dazu einen Bericht vorgelegt. Darin heißt es, dass zum 31. Dezember 2007 insgesamt 1 997 Verträge mit 390 016 unterschiedlichen Rabatten bestanden. Somit seien statistisch auf jede dieser Packungen 22 unterschiedliche Vereinbarungen entfallen. Die Zahl der Rabattverträge sei 2008 weiter gestiegen. Schwerpunkt der Verträge ist bisher die Generikaversorgung.

Laut BMG verdeutlichen diese Zahlen, dass das Ziel der gesetzlichen Neuregelungen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes – Rabattverträge zu fördern und die Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung zu erhöhen – erreicht wurde. Allerdings räumt das BMG ein, dass die bisherigen Erfahrungen noch nicht für eine abschließende Bewertung der Wirksamkeit von Rabattverträgen ausreichen. Sie stellen nach Angaben des Ministeriums derzeit eine zusätzliche Handlungsmöglichkeit für die Krankenkassen dar, die Versorgung ihrer Versicherten mit Arzneimitteln wirtschaftlicher zu gestalten.

Zudem haben die Rabattverträge den Preiswettbewerb im Festbetragsmarkt nicht beeinträchtigt. Der Preisrückgang habe sich auch im Verlauf des Jahres 2007 fortgesetzt, sei jedoch deutlich schwächer gewesen im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausgaben für Arzneimittel belaufen sich auf rund 27,76 Milliarden Euro. Wie viel die Krankenkassen durch Rabattverträge tatsächlich einsparen, sei allerdings nicht bekannt und könnte demnach nicht gesondert aufgelistet werden. sun
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