ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2008Matthias Arlt: Auszeichnung für Mini-Herz-Lungen-Maschine

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Matthias Arlt: Auszeichnung für Mini-Herz-Lungen-Maschine

Dtsch Arztebl 2008; 105(26): A-1453 / B-1255 / C-1223

Hibbeler, Birgit

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Matthias Arlt Foto:Uniklinikum Regensburg
Matthias Arlt Foto:Uniklinikum Regensburg
Sie wiegt 27 Kilo, besteht aus zwei Teilen und kann 90 Minuten außerhalb des Krankenhauses unabhängig von Sauerstoff- und Stromanschlüssen arbeiten: Die mobile „Mini-Herz-Lungen-Maschine“ (Mini-HLM) ist im Vergleich zu herkömmlichen Geräten eine Sensation.

Dr. med. Matthias Arlt (38), Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsklinik Regensburg, ist einer der Entwickler der Mini-HLM. Bei der Verleihung des Bayerischen Innovationspreises wurde er mit einem Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der Lebensrettung geehrt. Er erhielt die Auszeichnung gemeinsam mit dem Kardiotechniker Alois Philipp, mit dem er die Mini-HLM entwickelt hat.

Von dem neuartigen Konzept, das in einem interdisziplinären Team entstand, ist Arlt überzeugt. Denn die Mini-HLM war bereits mehrfach erfolgreich im Einsatz – unter anderem bei einer jungen Patientin mit einem Acute Respiratory Distress Syndrome und septischem Schock. Nach Wiederbelebung konnte sie unter Einsatz der Mini-HLM mit dem Hubschrauber ins Regensburger Klinikum transportiert werden. Die Patienten hat die Weiterbehandlung ohne bleibende Schäden überlebt. Die Mini-HLM, die vom der Marquet AG in Hechingen produziert wird, hat inzwischen 18 lebensbedrohlich erkrankte Personen erfolgreich versorgt.

Arlt ist seit 2005 Leitender Notarzt für die Stadt und den Landkreis Regensburg. Am Regensburger Uniklinikum ist der Anästhesist seit acht Jahren tätig. 2005 wurde er Oberarzt. Birgit Hibbeler
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