ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2008Hochschulen: Angewandte Wissenschaft
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Im Kommentar von Prof. von Wichert vermisse ich den Hinweis darauf, dass die Medizin eine angewandte Wissenschaft ist (nach Karl Rothschuh, Physiologe und Medizinhistoriker). Zusätzlich zu einer gründlichen wissenschaftlichen Ausbildung – anders geht es sowieso nicht – müsste die ärztliche Haltung, d. h. der Impetus, dem Patienten zu seiner Heilung (im salutogenetischen Sinn) zu verhelfen, ausgebildet werden. Das ist in kleinen Gruppen wie in Modellstudiengängen leichter; ich denke, es wirkt hier das Vorbild des Ausbilders. Meines Wissens schneiden Studenten aus Modellstudiengängen bei zentralen Examen hervorragend ab (siehe Ranking im DÄ). Patientennaher Unterricht in kleinen Gruppen ermöglicht, dass die erlernte Wissenschaft unter Aufsicht an den Patienten gebracht wird.
Dr. Maria Bovelet, Am Sonnenhang 3,
34270 Schauenburg
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