ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2008Hochschulen: Verwässert
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Dem Kommentar ist ausdrücklich beizupflichten! Das breite und tiefe wissenschaftliche Fundament der Medizin auf leichtere, dünnere Pflöcke zu stellen, hieße meines Erachtens, dem angehenden Arzt sein unerlässliches, vertieftes, wissenschaftlich-fundiertes Wissen zu entziehen mit fatalen Folgen für den wissenschaftlichen Fortschritt und für seine Arbeit in der Berufspraxis. Möglicherweise verbirgt sich hinter diesen Bestrebungen u. a. das Ziel, durch „Vereinfachung“ und Erleichterung der Studien dem Ärztemangel zu begegnen. In Zeiten, in denen andere Bereiche zunehmend akademisiert werden – wie etwa die Pflege oder die Ökonomie (der Medizin) –, sind Maßnahmen zur „Verschlankung“ eines der universitären Kernfächer, wie das der Medizin, geradezu gegenläufig und unerklärlich. Das Ergebnis wäre etwa so, wie wenn man einer guten, gehaltvollen Suppe wegen höherer Gästezahl ein paar Kellen Wasser zusetzen würde, um alle verköstigen zu können. Ausdünnung und Verwässerung wäre doch die Folge.
Dr. med. Hermann Theil, Michael-Wening-Straße 3, 94474 Vilshofen/Donau

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